Empfehlen | Drucken | Kontakt21.11.2011 - 21:25 Uhr

Drogenartige Wirkung: Polizei stoppt Kräuter-Händler aus dem Internet

Von DIETMAR BICKMANN
Foto: dpa
Bonn –  

Sie konnten es nicht lassen: Seit Herbst 2010 ermitteln die Staatsanwaltschaft und Polizei gegen Internethändler, die sogenannte „Kräutermischungen“ zum Kauf angeboten haben.

Trotzdem ließen die Verdächtigen ihre Geschäfte weiter laufen. Die Kräutermischungen stehen in Verdacht, Wirkstoffe zu enthalten, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Zum Beispiel Cannabis.

Jetzt schlugen die Ermittler zu: Razzia in zwölf Objekten. Seit Montag sind einige Internet-Shops erst einmal geschlossen. Einer meldet im Internet: „Leider kam es heute Morgen bei einigen deutschen Versänden zu Besuchen von staatlicher Seite. Die kompletten Bestände der Shops wurden sichergestellt.“

Das Rheinland gilt als Hochburg solcher Räucherwaren. Die Fahnder vermuten, dass die chemische Substanz leicht verändert wurde, damit der Stoff nicht als Cannabis gilt. In Siegen kollabierten zwei 14-Jährige nach dem Konsum einer Kräutermischung, landeten auf der Intensivstation.

Die Fahnder beschlagnahmten am Montag „erhebliche Sach- und Vermögenswerte“, die aus den illegalen Verkäufen stammen sollen. Anwalt Michael Hakner vertritt einen ehemaligen Gesellschafter (27). Hakner wehrt sich vor allem gegen die Beschlagnahme von mehr als 600.000 Euro Privatvermögen.

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