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Express.de | Drei Abiturienten: Schüler überfallen Spielhalle mit Waffe
02. August 2012
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Drei Abiturienten: Schüler überfallen Spielhalle mit Waffe

Diese Spielhalle in der Bonner Innenstadt war das Ziel der drei Abiturienten.

Diese Spielhalle in der Bonner Innenstadt war das Ziel der drei Abiturienten.

Foto:

Erhard Paul

Bonn -

Nicht nur kriminell, auch noch blöd dabei. Drei Abiturienten überfielen in der City eine Spielhalle. Dumm nur, dass der ganz in der Nähe geparkte Fluchtwagen von einem Zeugen entdeckt wurde und zwei der Täter als Kunden der Spielhalle bekannt waren

Die Bonner Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage gegen drei junge Bonner erhoben. Zwei der drei Abiturienten (zur Tatzeit 19 und 20 Jahre alt) überfielen am 23. Dezember 2011 die Spielothek, während der dritte im Golf seines Vaters sitzen blieb, um die Flucht zu sichern – gerade mal 150 Meter vom Tatort weg in einer Gasse.

Mit einer Pistole zwang einer der maskierten Täter drei Kunden an den Tresen, schrie „Wo ist die Frau? Ich bring euch alle um.“ Gemeint war die Kassiererin. Der Komplize fand die Frau schließlich in der Damentoilette, zwang sie an die Kasse.

Hieraus erbeutete das Duo 74,05 Euro. Nachdem sie den Kunden noch zwei iPhones, ein weiteres Handy, ein Portemonnaie mit 130 Euro und 40 Euro zum Spielen gewechseltes Münzgeld geraubt hatten, machten sie sich davon. Dann flüchteten die drei Schüler in ihrem Auto.

Was das räuberische Trio wohl nicht ahnte: Ein Zeuge hatte den Golf in der Seitenstraße stehen sehen und die Polizei informiert. Über den Vater kamen die Ermittler dann auf den vorbestraften Filius. Als die Polizei der Spielhallen-Mitarbeiterin Fotos zweier Täter vorlegte, erkannte sie diese als Kunden wieder.

Und als sich die Verdächtigen dann bei den Alibis in Widersprüche verwickelt hatten, räumten die Handydaten die letzten Zweifel aus. Die Telefone zweier Täter waren nämlich zur Tatzeit im Umfeld der Spielhalle eingeloggt, während die Jungs behauptet hatten, in Königswinter bzw. Godesberg gewesen zu sein. Der Prozess wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung startet Mitte September vor dem Jugendschöffengericht.