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Dr. Markus Martini hilft in Afrika: Mein Lohn ist das Lachen der Kinder

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Die Operation ist geglückt: Dr. Martini mit seiner kleinen Patientin nach der Korrektur der flügelartigen Hautfalten am Hals.
Die Operation ist geglückt: Dr. Martini mit seiner kleinen Patientin nach der Korrektur der flügelartigen Hautfalten am Hals.
Foto: privat
Bonn –  

30 Grad, keine Klimaanlage, nur die nötigste medizinische Ausstattung: Unter solchen Bedingungen arbeitet der Bonner Arzt Dr. Markus Martini (45) in Tansania.

Und er macht es freiwillig, ohne Bezahlung. Zusammen mit einem zehnköpfigen Team aus Deutschland hilft er kranken Kindern und Opfern von Gewaltverbrechen.

„Ein Kinderlachen nach der Operation ist die schönste Belohnung“, erzählt Dr. Markus Martini, Leitender Oberarzt für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie der Bonner Uni-Klinik.

Neun Tage, über 14 Stunden täglich arbeitete das Team unter wahren Horror-Bedingungen im „Dr. Atiman Memorial Hospital“ in Sumbawanga.

In einem Raum, der nur mit dem gerade notwendigsten medizinischen Equipment ausgestatteten war, wurde oft zur selben Zeit an zwei OP-Tischen gleichzeitig operiert. Trotz 30 Grad gab es keine Klimaanlage.

Die Arbeit war hart, er und sein Team kamen kaum nach. Denn die Nachricht, dass Ärzte aus Deutschland vor Ort waren, hatte sich schnell herumgesprochen. In nur wenigen Tagen strömten Hunderte Menschen ins Krankenhaus.

Voller Einsatz für OP-Schwester Bianca Lumpp (l.), Dr. Martini (Mitte) und Dr. Ignas Dandah (r.).
Voller Einsatz für OP-Schwester Bianca Lumpp (l.), Dr. Martini (Mitte) und Dr. Ignas Dandah (r.).
Foto: privat

Unter den Patienten: Kinder mit Lippenspalten und Klumpfüßen. Ein junges Mädchen litt an einer seltenen Fehlbildung. Sie hatte zwei flügelförmige Hautfalten am Hals.

Andere trugen Verletzungen von schrecklichen Gewaltverbrechen. Ein Mann hatte durch einen Menschenbiss die halbe Unterlippe verloren. Ein anderer erlitt tiefe Schnittwunden durch eine Machete. Der Ansturm war zu groß: Von 300 Patienten konnten nur 100 behandelt werden.

Für den Bonner Arzt war es jetzt schon das dritte Mal, dass er für einen solchen Hilfseinsatz seinen Erholungsurlaub mit seiner Familie opferte.

Seine Frau ist selbst Ärztin, hat volles Verständnis für sein Engagement. „So kann ich direkt vor Ort Menschen die Hilfe geben, die sie so sonst nicht bekommen würden“, erklärt der Vater von zwei Söhnen seine Motivation.

Doch dieser Hilfe sind Grenzen gesetzt. „Wir müssen vor Ort mit den herrschenden Bedingungen risikoarm arbeiten“, erklärt er. Es mangelt an vielem.

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Die Stromversorgung ist unzureichend: Nur 14 Prozent der Bevölkerung sind an das Stromnetz angeschlossen, auf dem Land nur 3 Prozent.

Laut Auswärtigem Amt können Attentate nicht ausgeschlossen werden. Die Regierung hat im Oktober 2011 die Sicherheitsstufe erhöht.

Nicht bewachte Strände und einsam gelegene Gegenden sollten auch tagsüber gemieden werden. Dies gilt insbesondere auch für die Strände in den Küstenstädten.

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