Remagen - Endlich mal Graffiti-Sprayer mit Talent, die da einen „Talent“ besprühten!
Die Unbekannten versahen den Nahverkehrszug (Bonn-Remagen-Kreuzberg) mit einer weißen Stretchlimousine samt Chauffeuer und winkendem Fahrgast - der sieht aus wie ein Gangster.
Mit gutem Grund. Denn das Werk der Sprayer ist zwar schön - die Tat aber natürlich verboten. Jetzt ermittelt die Bundespolizei.
„Wir haben bislang keinerlei Hinweise auf Urheber und Bedeutung“, so ein Sprecher. Neben der Limo hatten die Sprayer auch die Worte „Original Hustlers“ auf einem Waggon hinterlassen. „Hustler“ bezeichnet unter anderem einen Gauner, Zuhälter. Ein US-Männermagazin mit dem Namen gibt es auch.
Vermutlich war eine ganze Crew mit dem 140-Quadratmeter-Werk beschäftigt. Alleine kann man das in einer Nacht (12. auf 13. Juni) nicht schaffen. Inzwischen steht der Graffitti-Zug, auf dem Abstellgleis.
Aus Sicherheitsgründen. Laut Bundespolizei hatte die Sprayer-Truppe ihn so zugesprüht, dass der Lokführer keine freie Sicht mehr nach draußen gehabt. Viele Waggonfenster hingegen hatten sie in ihr Werk integriert - als Autofenster.
Die Ermittler schätzen den entstandenen Schaden auf rund 10 500 Euro. So teuer wird es sein, diese „Schmierereien“ zu entfernen. Schade eigentlich…
Alaaf! Krawatten abschneiden ist erlaubt
Nachdem einem Unbekannten seine Krawatte an Karneval abgeschnitten wurde, wollte dieser das Prinzenpaar auf Schadenersatz verklagen. Christoph Arnold sah das aber anders, denn „ein Bützchen unserer Bonna ist unbezahlbar.“
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