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Die traurige Kinderprinzessin Alischa (12) leidet, weil Erwachsene sich zoffen

Traurige Kinderprinzessin: Alischa sitzt inmitten der Kamelle-Säcke, die ihre Eltern gekauft haben. Über 3000 Euro haben die Lehmachers investiert, um Alischas Herzenswunsch zu erfüllen.

Traurige Kinderprinzessin: Alischa sitzt inmitten der Kamelle-Säcke, die ihre Eltern gekauft haben. Über 3000 Euro haben die Lehmachers investiert, um Alischas Herzenswunsch zu erfüllen.

Foto:

Erhard Paul Lizenz

Bonn -

Alischa Lehmacher (12) sollte das glücklichste Kind Graurheindorfs sein. Als Kinderprinzessin der „Bonner Rhein Piraten“ sollte sie auf dem Rosenmontagszoch Kamelle werfen und in die Menge strahlen.

Doch statt Fastelovendsglück gibt’s jetzt nur Tränen: Die Vorstandsvorsitzende der KG schloss die Schülerin vom Zoch aus – Alischa ist Opfer eines fiesen Machtkampfes hinter der Jecken-Fassade.

Das ganze Jahr hat sich Alischa auf ihren großen Auftritt gefreut. Akribisch probte sie mit ihren Freundinnen in der Tanzgruppe der „Rhein Piraten“, Mama Martina und Papa Josef horteten säckeweise Kamelle für Rosenmontag. Auf denen bleiben die Lehmachers jetzt weitgehend sitzen: KG-Vorstandsvorsitzende Gaby Marx schießt quer.

Montag meldete sie die Kinderprinzessin vom Zoch ab, schmiss die ganze Familie fristlos aus dem Verein. Hintergrund: Zoff hinter den KG-Kulissen, für den die traurige Alischa am allerwenigsten kann: „Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Ich war so stolz, meinen Herzenswunsch endlich ausleben zu dürfen.“

Festausschuss-Vize Stephan Eisel bestätigt den Narren-Kurzschluss: „Dass ein Wagen der »Rhein Piraten« kurzfristig abgemeldet wurde, stimmt. Das ist zwar schade, aber zu den Internas können wir nichts sagen.“

Gaby Marx, Chefin der „Rhein Piraten“, wird da deutlicher: „Das Problem ist Alischas Mutter. Sie war früher bei den »Tannenbüscher Jecken«. Von denen habe ich erfahren, dass sie beim Dransdorfer Zoch zugelassen hat, dass Wagenengel Alkohol tranken, und hat Alkohol an Jugendliche der Garde verteilt. Das ist unverantwortlich, nicht mit der Vereinssatzung der »Rhein Piraten 2010 e.V.« vereinbar.“

Martina Lehmacher ist fassungslos: „Das stimmt alles nicht. Es hat niemand getrunken!“ Für sie liegt das Problem bei Marx: „Sie drängt sich immer in den Vordergrund.“

Kleiner Trost: Alischa darf Samstag immerhin mit Sondergenehmigung auf dem Wagen von „Moni’s Imbiss“ im Dransdorfer Zoch mitfahren. Die Lehmachers werden einen eigenen Verein („Bönnsche Fründe“) gründen, schon über 15 Ex-„Rhein Piraten“-Kameraden wollen sich anschließen.

Mit Gaby Marx ist sich Martina Lehmacher wenigstens in einem einig: „Dass Alischa unter dem Theater am meisten zu leiden hat, ist einfach nur traurig.“