Wahnsinn! Zum ersten Mal begann „Pützchens Markt“ in diesem Jahr schon am Donnerstagabend – und schon war das Gelände proppenvoll.
Um 18 Uhr strömten riesige Besuchermassen über das Marktgelände. Wenige Stunden vorher nahm die Stadt noch die letzten Fahrgeschäfte ab. Die Sicherheit der Menschen, die sich auf Pützchens Markt vergnügen wollen – nie war sie ein größeres Thema als in diesem Jahr. Doch Ciernioch vom Bauordnungsamt und sein Team sind nicht erst seit diesem Jahr „auf Achse“. Sie machten bei jedem Fahrgeschäft und jedem Zelt eine Endabnahme.
„Ich mache das jetzt seit 15 Jahren. Noch nie habe ich dem Besitzer eines Fahrgeschäftes eine Betriebserlaubnis verweigert“, erzählt Ciernioch. Gemeinsam mit seinem Kollegen Stefan Rest, Wilfried Franz vom Tiefbauamt und Helmut Schulten von der Berufsfeuerwehr bildete er eines von zwei Teams, die insgesamt rund 50 Geschäfte unter die Lupe nahmen.
Genau hingesehen wurde auch beim neuen Doppel-Looping „Teststrecke“. Betriebsleiter André Welte erwartete die Endabnehmer schon. „Bauchschmerzen hat man vor diesem Test eigentlich nicht. Mit den Männern von der Stadt Bonn ist es eher ein Miteinanderarbeiten“, sagte der Schausteller.
Welte führte Ciernioch und seine Kollegen herum. Die begutachteten die gigantische Achterbahn mit Argusaugen. „Erst prüfen wir, ob die Fundamente auch die vorgeschrieben Größe haben, dann machen wir eine Sichtprobe. Danach schauen wir uns eine Leerfahrt an, bevor wir selbst eine Probefahrt machen“, so Ciernioch.
Nach einer Probefahrt auf dem Doppel-Looping war er zufrieden. Von Betriebsleiter Welte ließ er sich das Baubuch geben, um ihm die Endabnahme seines Fahrgeschäftes zu bescheinigen.
Für Welte haben sich die arbeitsreichen Tage des Aufbaus seiner Achterbahn gelohnt. Er konnte am Abend Fahrgäste empfangen: „Jetzt hoffen wir mal, dass so viele Menschen kommen wie sonst auch.“
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