Muskelbepackt, Statussymbole am Körper, entschlossener Blick: So zeigte sich der Duisdorfer Gangsta-Rapper Xatar in der Öffentlichkeit. Jetzt jagt ihn die Polizei um die ganze Welt.
Giwar Hajabi (28) soll der Boss der Goldräuber von Ludwigsburg sein. Ist der Kurde persischer Abstammung mit der Beute (1,8 Mio Euro) in Osteuropa oder im Mittleren Osten untergetaucht?
Die Ermittler glauben nach EXPRESS-Informationen, dass die Hälfte des Goldes noch in Bonn ist.
Im weißen Anzug rappte Xatar im vergangenen Jahr bei R(h)einkultur, präsentierte sein Album „Alles oder nix“. Doch jetzt hat der Musiker wirklich alles auf eine Karte gesetzt: Als Boss einer Gruppe Kurden verschiedener Nationalität hat er ein spektakuläres Verbrechen auf dem Gewissen.
Es war an Dreistigkeit und Trickreichtum kaum zu überbieten: Als Polizisten verkleidet, stoppten die Täter am 15. Dezember 2009 auf der Autobahn 81 bei Ludwigsburg einen Werttransporter, der Zahngold und Schmuck geladen hatte. Sie gaben sich als Steuerfahnder aus, legten die Fahrer in Handschellen und setzten sie in einem Wald aus.
Zwei Täter wurden nach der Razzia im Hubschrauber nach Stuttgart geflogen, brummen im Stammheimer Gefängnis. Ein 21-Jähriger war beim SPD-Bundestagsabgeordneten Uli Kelber Schülerpraktikant: „Nach ein paar Tagen kam er nicht mehr.“ Den anderen, einen 24-jährigen Mathematik-Studenten, vertritt Anwalt Michael Hakner. Der Verteidiger: „Es gilt weiter die Unschuldsvermutung.“
Die Kurden kennen sich seit Jugendzeiten vom Brüser Berg. Xatars Rapper-Kollege „Sami“ Abdel Hadi (26) war dort im September an einer Schießerei beteiligt. Sind die Gangsta-Rapper längst in Osteuropa oder Kurdistan? Uhrenhändler Kawa Homam-Ghazi komplettiert das Flucht-Trio. Der 25-Jährige ist schon länger untergetaucht. Er wurde bereits wegen Internetbetruges mit wertvollen Uhren gesucht (EXPRESS berichtete).
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