Bonn gilt als Islamisten-Zentrum. Sie werden beobachtet, und dennoch schlagen sie immer wieder zu: Im Mai verletzten Salafisten in Lannesdorf Polizisten. Auch die Bahnhofs-Bombe soll auf ihr Konto gehen. An Heiligabend wurde ein Student brutal attackiert. Unbekannte schnitten ihm in die Zunge. Das Opfer sagte aus, dass es Salafisten waren.
Endenich, 22 Uhr: Ein 24-jähriger indischer Student stapft über den feuchten Boden eines Bolzplatzes an der Sebastianstraße. Er will in einer Poppelsdorfer Kneipe feiern. Dort kommt er nie an. Bevor er die Autobahnbrücke unterqueren kann, hätten ihn zwei Unbekannte angesprochen, erzählt der Student aus wohlsituiertem Haus später der Polizei.
Sie hätten ihn aufgefordert, zum Islam zu konvertieren. Er ging weiter, sie holten ihn ein. Dann schlugen sie von hinten zu. Benommen ging er zu Boden. Dann folgt die unfassbare Tat: Ein Täter schnitt ihm tief in die Zunge.
Die beiden seien im Auto weggefahren. Er kroch ein Stück Richtung Wohnung. Eine Passantin fand ihn. Im Krankenhaus retteten Ärzte seine Zunge. „Wir müssen davon ausgehen, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelte. Die Täter könnten aus dem islamistischen Umfeld stammen“, so Polizeisprecher Harry Kolbe. Polizei, Staatsschutz und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Wieder mal! Warum ist Bonn so machtlos gegen radikale Salafisten? Kann man sie nicht abschieben? „Die Mehrheit der Salafisten kann gar nicht ausgewiesen werden, weil sie deutsche Staatsbürger sind“, erklärt Terrorismusexperte Prof. Gerd Langguth von der Uni Bonn.
Der Salafismus ist eine ultrakonservative Strömung innerhalb des Islam. Seine Anhänger lehnen Demokratie und westliche Werte ab. In Deutschland sind Salafisten seit Ende der 90er aktiv, es gibt eine gewaltbereite Minderheit. Einer von ihnen ist Murat K. Der 26-Jährige attackierte am 5. Mai bei einer Demo mehrere Polizisten mit einem Messer. Er wurde im Oktober zu 6 Jahren Knast verurteilt. Zu den Salafisten gehören mittlerweile auch deutsche Staatsbürger.
Auch eine Ausweisung von nicht deutschen Salafisten ist schwierig. Sie können zwar ausgewiesen werden, wenn sie zur Durchsetzung „politischer Ziele“ Gewalt nutzen oder bejahen. Aber: „Ein Anhänger einer extremistischen Strömung zu sein stellt noch keine Straftat dar“, stellt Jörg Rademacher, Sprecher des Innenministeriums, klar.
Erst nach einer Straftat ist eine Ausweisung möglich. „Es muss erst wirklich etwas Schlimmes passieren, bevor Behörden und Politik aufwachen“, so Langguth.
Während Sascha Witze riss: Überfall im „Pantheon“!
Während auf der Bühne Sascha Korf sein Soloprogramm zum Besten gab – guckte nur 50 Meter entfernt ein Pantheon-Mitarbeiter in die Mündung einer Pistole!
Ich model für eine bessere Rente
Gudrun von Haslingen ist stolze 97 Jahre alt – und sie modelt! Um ihre Rente aufzubessern, stieg die Bornheimerin mit 80 Jahren ins Model-Geschäft ein.
Haribo muss Schmerzensgeld zahlen!
Das Oberlandesgericht in Hamm verurteilte das Bonner Unternehmen am Donnerstag zur Zahlung von 2000 Euro an den Kläger aus Bielefeld. Außerdem muss Haribo die Kosten für die Zahnbehandlung übernehmen.