Bonn - Der Star heißt nicht Ballack, sondern Dynaped. Der Trainer ist kein Ex-Profi, sondern ein Informatik-Professor. Über die Leistung auf dem Platz entscheidet ein PC, nicht Kondition und Siegeswille.
Die Rede ist vom Roboter-Fußball. Da ist das Team NimbRo von der Uni Bonn der menschlichen Nationalmannschaft von Jogi Löw einen Schritt voraus: Die Blech-Kicker haben zum wiederholten Mal die Weltmeisterschaft in der sogenannten „TeenSize-Klasse der Humanoiden“ gewonnen.
In einem spannenden Finale ließ der Roboter Dynaped dem japanischen Gegner keine Chance. Dynaped hat seine Augen überall. Drei Kameras senden die Bilder vom Spielfeld in den eingebauten PC, der wiederum Dynaped sagt, ob er rennen, schießen oder grätschen muss.
Der Blechmann hielt mit spektakulären Paraden den eigenen Kasten sauber. Im Angriff umdribbelte er seinen Kontrahenten wie der junge Maradona, schlenzte den Ball zweimal ins Netz. 2:0 für Bonn und Deutschland - es gab nichts zu lachen für die künstliche Intelligenz aus Fernost.
Es ist noch Zukunftsmusik: Aber bis 2050 wollen die Uni- Informatiker um Prof. Dr. Sven Behnke ihre Computer so weit entwickelt haben, dass nicht nur die Wettbewerbe der Roboter untereinander immer schneller werden.
In 41 Jahren sollen die Maschinen den dann aktuellen FIFA-Weltmeister der Menschen herausfordern. Um das Spiel zu gewinnen, versteht sich.
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