Reifen quietschen, Schüsse pfeifen durch die Luft, Polizisten verfolgen einen Mann quer durch Bonn. Keine Angst, das ist alles nur gespielt. Denn auch 2012 war die Bundesstadt wieder ein beliebter Drehort für TV-Serien und Kinofilme.
Und Action! An über 209 Tagen wurde in Bonn dieses Jahr gedreht. Über 70 Drehmotive sonnten sich im Licht der Scheinwerfer und Kameras.
Insgesamt 14 Serien schmückten sich mit Bonner Kulissen. Darunter auch „Verbotene Liebe“ oder „Kommissar Stolberg“. Besonders beliebt war die Beethovenstadt bei Reportagen und TV-Beiträgen. Knapp 20 Mal wurde für Sendeformate „Punkt 12“, „Galileo“, „Die Auswanderer“, „Hier und Heute“ gedreht.
Anfang Januar 2012 kam endlich mal Leben in den Ratssaal des Stadthauses. Der wurde zum Drehort für die Kinoproduktion „Zwei Leben“ mit Schauspielgrößen wie Liv Ullmann, Juliane Köhler, Sven Nordin und Rainer Bock.
Jan Josef Liefers (links) und Axel Prahl (rechts) fühlen sich als Münster-Tatort-Duo auch in Bonn sehr wohl.
Foto: WdrDer Kinofilm „Spieltrieb“ wurde am Rheinufer und in der Rheinaue gedreht. Klaus Behrendt stand sowohl für den Kölner Tatort als auch für das TV- Drama „Jahr des Drachen“ in der Rheinwerkallee vor der Kamera.
Auch Mariele Millowitsch und Walter Sittler alberten für die Komödie „Der große Schwindel“ in Bonn. Gedreht wurde für das ZDF unter anderem in Oberkassel.
Zweimal raste das Team von „Alarm für Cobra 11“ (RTL) 2012 wieder zum Dreh nach Bonn. Gefilmt wurde am Kameha Grand Hotel. Das Team von SOKO Köln ermittelte für das ZDF im Forschungszentrum CAESAR.
Für „Der klügste Deutsche“ (ARD), „Deutschlands Superhirn 2012“ (ZDF) und „Abenteuer Leben - täglich Wissen“ (Kabel 1) diente unter anderem die Bonner Innenstadt als Motiv. Comedian Kaya Yanar drehte für seine Unterhaltungsserie „Typisch Deutsch“ in einer privaten Wohnung in Bonn.
Horst Lichter ging in Bonn auf „Lichters Schnitzeljagd“, Christian Rach guckte in Bonner Töpfe, und die Küchenchefs von VOX besuchten ein Bonner Restaurant. Was 2013 hier alles gedreht wird, weiß die Stadt-Verwaltung noch nicht.
Im Gegensatz zu den stolzen Gagen, die die Filmstars kassieren, ist Bonn sehr günstig zu haben. Wer nur mit einer Handkamera (ohne den öffentlich Raum zu behindern) dreht, muss nichts zahlen.
Wenn Aufbauten nötig sind, Straßen gesperrt werden oder Halteverbote eingerichtet werden müssen, fallen Gebühren an. Pro Tag 75 Euro, für drei Tage 150 Euro (gilt für 30 Meter Verbotszone). Ist die Zone größer und müssen Straßen gesperrt werden, steigt die Gebühr prozentual an.
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