14.05 Uhr: Polizeiautos und -Motorräder jagen vor den Bonner Hauptbahnhof, Beamten rennen in die Eingangshalle, spannen Absperrband und verschließen alle Türen. Alle Fahrgäste müssen das Gebäude verlassen, kein Zug fährt mehr.
Bomben-Alarm!
Eine herrenlose blaue Sporttasche auf Gleis 1! Zeugen wollen gesehen haben, wie ein Mann gegen 13.10 Uhr die Tasche auf dem Bahnsteig abgestellt und sich dann entfernt hatte. Die Deutsche Bahn verständigt daraufhin die Polizei, Kräfte der Bundes- und Landespolizei rücken aus.
Gegen 14.15 Uhr wird auch die Straße „Am Hauptbahnhof“ für den Verkehr gesperrt, auch Busse und Bahnen dürfen jetzt nicht mehr passieren. In Bonn geht nichts mehr.
Nach dem der Bahnhof komplett geräumt ist, geht das Spreng-Kommando der Bundespolizei an die Arbeit. Nach EXPRESS-Informationen entdecken die Beamten drei Zylinder, mehrere Drähte und eine Uhr in der Tasche.
Banges Warten, es regnet, Hunderte stehen vor dem abgesperrt Gebäude. Dann gegen 14.35 Uhr ein lauter Knall, Schaulustige vor dem Bahnhof schreien auf. Die Polizei hat die mutmaßliche Bombe mit einer Wasserkanone entschärft. Dabei soll der Entschärfer Gasgeruch wahr genommen haben.
Ein erstes Aufatmen, doch dann ein Schock: Den Ermittlern fällt ein Schuhkarton auf einem Mülleimer auf. Erst 15 Minuten später die Entwarnung, der Karton ist leer.
Gegen 15.30 Uhr wird der Verkehr wieder freigegeben. Der Hauptbahnhof bleibt aber zunächst gesperrt. Sprengstoffspürhunde der Feldjäger untersuchen den Tatort. Auch Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch ist inzwischen vor Ort und zeigt sich fassungslos über die Tat.
Die Untersuchungen der Polizei halten an. Nach EXPRESS-Informationen soll es sich um eine Rohrbombe handeln. Das wollte die Polizei jedoch zunächst nicht bestätigen.
Ein Polizist vor Ort sagte gegenüber EXPRESS: „Wenn das ein Scherz sein sollte, dann ist es ein verdammt böser gewesen.“
Gegen 18 Uhr nahm das Landeskriminalamt die Ermittlungen vor Ort auf.
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