Augustin - Die Bluttat auf dem Gundschulhof. Ein 35-Jähriger hatte am Samstag in Niederpleis seine Ex-Frau (30) niedergestochen.
Auch der Bruder des Opfers Michael K. (29, Name geändert) entging nur knapp dem Tod. Er sagt zum EXPRESS: „Es war eine gezielte Tat.“
Michael K. (29, Name geändert) liegt in der Klinik. Er hat mehrere Stiche abbekommen. „Er traf mich am Bauch, an der Seite, am Beim und an den Fingern.“ K. ist froh, dass er lebt.
Rückblende: Es sollte ein fröhlicher Ausflug mit mehreren Kindern werden, der vom Schulhof aus starten sollte. K. begleitete seine Schwester, ihren neuen Freund und ihren Nachwuchs (8 und 9). Als sie zum vereinbarten Treffpunkt an der GGS Freie Buschstraße kamen, tauchte der Ex-Mann seiner Schwester auf.
K. über seinen ehemaligen Schwager: „Er ist als gewalttätig bekannt, das war eine geplante Tat.“ Auf der Straße begann der Streit mit Beschimpfungen, das Geschehen verlagerte sich danach auf den Schulhof.
Der rasende 35-Jährige prügelte aus Eifersucht auf den Lebensgefährten seiner einstigen Ehefrau ein, verletzte ihn. Als die Frau dazwischenging, zog er ein Messer und stach ihr in den Hals.
Nicht nur die Frau brach blutend zusammen. Auch K., der extra aus Frankfurt angereist war, wurde von dem Gewalttäter in den Bauch gestochen. „Ich bekomme starke Schmerzmittel“, sagt er leise. Dabei hatte er noch Glück, erlitt keine so schweren Verletzungen wie seine Schwester.
Er habe mit allen Mittel versucht, den Angreifer zu stoppen: „Irgendwann ist mir weiß vor Augen geworden.“
Für den Täter hat dieser doppelte Messerangriff Konsequenzen. Oberstaatsanwalt Fred Apostel: „Es erging Haftbefehl wegen zweimaligen versuchten Totschlags.“
Er sitzt in der JVA in U-Haft. Die Lage seines Opfers sei stabil, so Apostel weiter.
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