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Blaues Sofa in Kritik : Couch-Knatsch: SWB droht 250.000-Euro-Geldbuße!

Protest mit Megafon und Sprühflasche: Horst Wackerbarth ließ von Mitstreitern ein Sofa auf dem SWB-Rasen mit Tierblut überkippen und ansprayen.

Protest mit Megafon und Sprühflasche: Horst Wackerbarth ließ von Mitstreitern ein Sofa auf dem SWB-Rasen mit Tierblut überkippen und ansprayen.

Foto:

Erhard Paul

Bonn/Köln -

Riesen-Schlappe für die Stadtwerke im Knatsch um ihren Werbehit „Blaues Sofa“. Das Kölner Landgericht untersagt den SWB, bestimmte Motive weiter zu nutzen. Hält man sich nicht daran, drohen 250.000 Euro Strafe!

Künstler Horst Wackerbarth schockierte Ende September mit einer Protestaktion auf dem Rasen vor der SWB-Zentrale: Die Stadtwerke hätten seine Idee – eine Fotoserie mit roter Couch – frech kopiert. Der Düsseldorfer (63) überkippte sogar ein Sofa mit Tierblut!

Seit 1979 hatte Wackerbarth über 700 Menschen in den verschiedensten Positionen und Situationen auf der Couch abgelichtet. Die Idee mit dem Sofa aufzugreifen war laut 14. Zivilkammer nicht der ausschlaggebende Punkt.

Es geht um sechs konkrete Motive, bei denen sich die Stadtwerke einer Urheberrechtsverletzung schuldig machten und die sie jetzt unter Androhung von 250 000 Euro Geldbuße nicht mehr zeigen dürfen. Darunter etwa „Viel Schwein im neuen Jahr“, auf dem ein Borstentier auf der Couch sitzt. Die Originalbilder Wackerbarths zeichne „eine hohe schöpferische Eigenprägung“ aus, so die Richter.

Und die Stadtwerke müssen nicht nur blechen, wenn sie die Bilder noch einmal zeigen. Das Urteil (Aktenzeichen 14 O 613/ 12) regelt auch, dass dem Künstler eventuelle durch die Urheberrechtsverletzung entstandene Schäden zu ersetzen sind.