Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.

Bitte so!: Guck mal, Bonn, so toll kann Ufer sein

Rheinuferpromenade Remagen

Remagen ging 2008 in die Offensive, schaffte eine fünf Meter breite Uferpromenade mit viel Gastronomie und tollem Blick.

Foto:

Stadt Remagen

Bonn -

Am Rheinufer reihen sich gemütliche Lokale und schicke Bars aneinander, der Duft von Gegrilltem und Pizza liegt in der Luft, auf dem Wasser locken Restaurant-Schiffe.

Sie fragen sich jetzt, was das mit Bonn zu tun hat? Nichts! Denn hier sieht es an vielen Uferecken traurig und trist aus. Das muss sich endlich ändern, fordert die Politik.

Ein paar Beton-Blumenkübel, ein paar Bänke, löchriges Pflaster, abgewetztes Geländer: Gerade unser linksrheinisches Ufer hat so manche Baustelle.

Schon vor einem Jahr forderte die FDP, die Rheinpromenade endlich aufzuhübschen, für Bonner und Touristen attraktiver zu machen. Schnell hatten die Liberalen die gesamte Jamaika-Koalition mit im Boot. Im Wirtschaftsausschuss folgte der Auftrag an die Stadt, sich um das Thema zu kümmern, bis Ende 2015 ein Konzept vorzulegen. Seitdem herrscht Schweigen im Walde.

Die FDP bleibt hartnäckig

„Höchste Zeit um nachzuhaken“, sagt FDP-Fraktionschef Werner Hümmrich (55). Gerade zwischen Kennedybrücke und Rheinpavillon könne man so vieles besser machen. „Dort herrscht der Charme der 1960er“, sagt Hümmrich. „Teilweise sind da noch die gleichen Löcher im Pflaster, in denen ich als Kind mit den Stützrädern hängen geblieben bin!“

Der Teilabschnitt sei eine einzige vergebene Chance, eine tote Ecke, setzt FDP-Fraktionsgeschäftsführer Achim Haffner nach: „Da geht man gerne dran vorbei.“ Mehr Gastronomie sei gefragt, mit Qualität und Auswahl direkt am Wasser. Dazu eine gepflegte Flaniermeile. Als Beispiel nennt Haffner die neue Uferpromenade in Remagen. „Das linksrheinische Bonn dagegen wendet sich vom Ufer ab.“

„Wir brauchen zuerst wie gefordert ein Konzept!“

Warum lässt das Verschönerungs-Konzept, mit dem Wirtschaftsförderung, Planungsamt und Tourismus & Congress GmbH beauftragt wurden, so lange auf sich warten?

„Im Masterplan Innere Stadt Bonn ist die Rheinpromenade aufgegriffen worden und stellt einen Baustein des Leitmotivs »Bonner Promenaden« dar“, so Planungsdezernent Helmut Wiesner auf EXPRESS-Anfrage. Wenn Geld aus dem Haushalt bereitgestellt sei und ein Beschluss zum Promenadenumbau vorliege, könne man das Projekt für den Förderzeitraum ab 2018 beantragen.

Eine Antwort, die Hümmrich nicht gelten lässt: „Wir brauchen zuerst wie gefordert ein Konzept! Wir müssen doch wissen, wofür wir Geld zur Verfügung stellen sollen. Die Koalition wird an dem Thema dran bleiben und nicht wieder ein Jahr verstreichen lassen!“