Schlag gegen eine Einbrecherbande aus Meckenheim: Die Polizei überführte fünf Tatverdächtige (19 bis 20) - vier davon schmoren jetzt in U-Haft, der fünfte Täter wurde gegen strenge Auflagen haftverschont.
Auf das Konto der Bande gehen mindestens 30 Wohnungseinbrüche, zu mehr als 100 weiteren Einbrüchen in Meckenheim, Alfter, Rheinbach, Swisttal und im westlichen Bonner Stadtgebiet dauern die Ermittlungen noch an.
Meckenheim atmet auf. Seit Spätsommer 2012 hatten sich hier Einbrüche und Einbruchsversuche gehäuft. Bevorzugte Objekte: Einfamilienhäuser.
Trotz mehrere Festnahmen, Kontrollaktionen und Überprüfungen gingen die Tatzahlen nicht zurück. "Immer wieder konnten Verdächtige nahezu unbemerkt die Taten ausführen und flüchten. Ein Indiz dafür, dass wir es mit Ortskundigen zu tun haben könnten", erklärte Kriminaloberkommissar Christian Herschung, Einsatzleiter.
Dann eine heiße Spur: In einem Antiquitäten in der Bonner Innenstadt wurden Wertsachen sichergestellt - die hatten mehrere junge Männer an das Geschäft verkauft, angeblich handelte es sich um Sachen aus einer "Entrümpelung". Darunter eine Tischuhr und eine Porzellanfigur: Die stammten aus Einbrüchen in Meckenheim und Alfter!
Weitere Ermittlungen erhärteten dann den Verdacht gegen fünf Männer aus Meckenheim. Am 15. Januar hieß es: Wohnungs-Razzien! Dabei wurde mutmaßliches Diebesgut sichergestellt, wie Schmuck, Bargeld, DVDs und elektronische Spiele. Vier Tatverdächtige wurden festgenommen. Der Fünfte war nicht zu Hause, die Polizei schnappte ihn sich daher am 26. Januar in seiner Meckenheimer Wohnung.
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