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Arbeiten gehen voran: WCCB: Von der Ruine zur High-Tech-Baustelle

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Ingenieur Marek Dymel (41) bedient den Wunderscanner HDS7000.
Ingenieur Marek Dymel (41) bedient den Wunderscanner HDS7000.
 Foto: Paul
Bonn –  

Eine Drohne kreist in der Luft, macht Videoaufnahmen, eine Laserkamera scannt die Räume ab. Kein Science-Fiction-Film, sondern die WCCB-Baustelle. Seit November prüfen 25 Ingenieure und Architekten die Bausubstanz – und zwar mit modernster Technik: Von der Ruine zum Hightech-Gebäude.

Der Laserscanner HDS7000 erfasst nahezu geräuschlos eine Million (!) Bilder pro Sekunde. Für das Auge ist er ungefährlich. In nur knapp zwei Minuten hat das Hightech-Gerät das über 3300 Quadrat Meter große Foyer abgescannt. Die Bilder werden dann auf den Computer übertragen. Es entsteht ein 3D-Foto. „Die Daten sind Grundlage der Baupläne“, erklärt Vermessungsingenieur Martin Pilhatsch (47).

Vermessungs-Chef Martin Pilhatsch (47) lässt die  Drohne steigen.
Vermessungs-Chef Martin Pilhatsch (47) lässt die Drohne steigen.
 Foto: Paul

Er und die 5 Mitarbeiter seiner Firma scannen das gesamte WCCB ab. Eine Datenmenge von rund 120 GB. Der Wunder-Scanner ist seit einem Jahr auf dem Markt, kostete das Unternehmen stolze 100000 Euro. Auch am Friedensplatz und im Kölner Gerling-Quartier kam er zum Einsatz. Nur Spezialisten können ihn bedienen.

Architekt Markus Kill (49) räumt ein: „Wir waren ganz schön beeindruckt von der Technik.“ Außerdem spare es Zeit und Geld. „Wir können uns die Bilder ausdrucken und die Arbeit im Büro fortsetzen. So können wir sehen, was fehlt und was wir an Material nachbestellen müssen“, so Kill.

Auch von außen wird das WCCB genau geprüft. Eine Drohne (unbemannter Flugkörper) mit acht Propellern umkreist das Gebäude, macht einen Film und hilft dem Bauteam, Mängel zu finden. Bis zu 150 Meter hoch steigt der Octocopter (octo= acht). Gesteuert wird er mit einer Fernbedienung. Preis: 20.000 Euro.

Das WCCB von oben. Diese Aufnahme stammt von der Drohne. In einer Höhe von bis  zu 150 Metern filmt sie die Außenanlage. So können die Architekten und Ingenieure Mängel feststellen.
Das WCCB von oben. Diese Aufnahme stammt von der Drohne. In einer Höhe von bis zu 150 Metern filmt sie die Außenanlage. So können die Architekten und Ingenieure Mängel feststellen.
 Foto: Paul

Die Bestandsaufnahme ist fast abgeschlossen, am 4. Februar will Kill den fertigen Bericht übergeben. „Wir haben noch keine Katastrophen entdeckt“, so der Architekt. Er geht weiter davon aus, dass die eingeplanten 51,5 Millionen Euro für die Fertigstellung reichen werden.

Doch es warten noch mindestens drei große Probleme auf Kill. 1. Es gibt zu wenige Toiletten. Die WC-Anlage ist nicht für Konzerte und ähnliche Großveranstaltungen ausgelegt. 2. Die UN verlangt, dass der große Saal (fasst 3500 Personen) geteilt wird – die Trennwand wird gut eine Million Euro kosten. 3. Das Gelände des WCCB und des Hotels sollen von einander getrennt werden.

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