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Anwohner fordern: Beenden Sie Suff und Gewalt, Herr Nimptsch

Obdachlose und Junkies sitzen bis tief in die Nacht am Johanneskreuz, pöbeln, trinken und pinkeln überall hin.

Obdachlose und Junkies sitzen bis tief in die Nacht am Johanneskreuz, pöbeln, trinken und pinkeln überall hin.

Foto:

Erhard Paul

Bonn -

Frust und Wut bei Anwohnern und Geschäftsleuten am Johanneskreuz: Obdachlose feiern den ganzen Tag vor ihrer Haustür, pöbeln, pinkeln überall hin, duschen im Brunnen, werden handgreiflich!

Einem reicht es es jetzt: Oliver Ueberholz schrieb OB Jürgen Nimptsch über Facebook einen Offenen Brief. Die Reaktion war enorm: Es gab über 1.500 Kommentare!

Der Platz am Johanneskreuz könnte so schön sein: Ein Brunnen plätschert, Bäume spenden Schatten. Doch stattdessen gibt es Tag für Tag nur Probleme: Bis zu 30 Nichtsesshafte und Junkies nehmen ab mittags von dem Platz Besitz, trinken, pöbeln bis tief in die Nacht!

„Als wir im Februar hierher zogen, war das noch nicht so schlimm. Erst jetzt, seit es wärmer wurde, bevölkern diese Leute den Platz“, erzählt Oliver Ueberholz.

Ähnliches sagt Marion Derckum, die in einem Lokal am Johanneskreuz arbeitet: „Ich lebe hier seit zwölf Jahren und habe alles erlebt, von Schlägereien bis zu Morddrohungen. Pöbeleien und asoziales Verhalten sind das Hauptproblem. Mein Chef wurde schon ein paar Mal tätlich angegriffen.“

Auch Kritiker Ueberholz wurde attackiert. Er wollte bei einem Streit schlichten, als einer der Kontrahenten ein Messer zückte und auf ihn losging! Die Polizei holte den Mann ab - aber sechs Stunden später war er wieder vor Ueberholz’ Haustür, und das drei Tage lang. Als Ueberholz erneut die Polizei rief, bekam er nur zu hören: „So lange nichts passiert, können wir nichts tun.

Und was ist mit den Saufgelagen? „Nur im Bonner Loch herrscht Alkoholverbot“, sagt Stadtsprecherin Elke Palm. Klein beigeben will Ueberholz auf keinen Fall: „Ich will mich nicht verdrängen lassen. Denn auch wenn ich wegziehe, bleibt ja das Problem.“

Auf Druck zahlreicher Anwohner reagierte OB Nimptsch: Auf Facebook kündigte er an, sich persönlich ein Bild von der Situation am Johanneskreuz zu machen.