Bonn - Ein angehender Lehrer als Konsument von Kinderpornos. Ein 24-jähriger Lehramts-Student sitzt auf der Bonner Anklagebank: Fahnder hatten 450 perverse Sex-Fotos auf seinem Computer gefunden.
Es geht um schlimme Ekel-Bilder. Ein masturbierender Mann, der ein Baby im Arm hält. Ein Elfjähriger beim Sex. Im März 2007 fanden Polizis ten bei einer Hausdurchsuchung jede Menge dieser Schmuddel-Bilder. Auch Sex-Videos mit Kindern hatte der zukünftige Lehrer aus dem Internet heruntergeladen.
Der Student jetzt vor Gericht ganz reumütig: „Ich habe gezielt nach Jungen im Alter zwischen 12 und 15 gesucht. Ich hatte schon lange den Gedanken, dass das nicht in Ordnung ist. Ich bereue es und schäme mich.“ Sein Therapeut: „Es ist keine pädophile Störung, eher suchthaftes Internet-Verhalten mit sexuellem Hintergrund.“
Nicht zum ersten Mal ist der Bonner ins Visier der Polizei geraten. Ein 13-jähriger Junge hatte den früheren Jugendleiter in einer Kirchengemeinde beschuldigt: Der Student soll den Jungen aufgefordert haben, sich vor ihm auszuziehen. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt.
Der Amtsrichter hegte einen Verdacht: „Der Angeklagte macht Jugendarbeit und will Lehrer werden. Sucht er Tätigkeitsfelder, wo er seine Neigung ausleben kann?“
Der Richter setzte das Verfahren aus. Die Polizei muss noch nachermitteln. Grund: Der Student beteuerte, nicht alle Bilder auf seinem Rechner gespeichert, sondern einige auch sofort gelöscht zu haben insbesondere die schlimmen Fotos mit Babys. Die Ermittler müssen nun überprüfen, ob sie Fotos auch aus dem Papierkorb restauriert haben.
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