Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei… Da hatten es der Verein Altes Rathaus und die Sparkasse Köln/Bonn so gut gemeint und dafür gesorgt, dass im Alten Rathaus in diesem Jahr wieder ein Adventskalender leuchtet. Doch jetzt wird das 30.000-Euro-Projekt zum Politikum.
In den Fenstern zum Marktplatz hin sind sie zu sehen: die Leuchttafeln, auf denen nach und nach die Zahlen 1 bis 24 erstrahlen. Angebracht sind diese Tafeln allerdings an extra gefertigten Gittern – und die verhindern, dass sich die Fenster öffnen lassen!
CDU-Fraktionsgeschäftsführer Georg Fenninger ist fassungslos: „Nicht nur, dass man sich hier fühlt wie im Knast. Was ist eigentlich, wenn es hier brennt? Die Feuerwehr wird diese Gitter doch niemals so genehmigt haben.“
Die CDU stellte in dem Zusammenhang jetzt eine Anfrage zu dem „Adventskalender Altes Rathaus“. EXPRESS bohrte schon mal nach. Und die gibt Entwarnung „Nicht nur, dass wegen des Klimaanlagen-Konzeptes die Fenster ohnehin nicht geöffnet werden sollen“, erklärt das Presseamt. „Die Sicherheit durch zwei sogenannte Entfluchtungen ist in jedem Fall gewährleistet.“
Die Feuerwehr habe an der Abnahme nicht beteiligt werden müssen. Auch Rudolf Müller, Vorsitzender des Vereins Altes Rathaus, betont: „Alles ist mit dem Denkmalschutz und der Stadt abgestimmt.“ Ihn ärgert es maßlos, dass dieses für die Bürger gesponserte Projekt so attackiert wird: „Ich finde es lächerlich, dass das jetzt von der CDU zum Politikum gemacht wird!“
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