Der Busen-Betrug in der Klinik: Marja J. (30) saß jetzt vor Gericht, weil sie eine Brustvergrößerung bei der Krankenkasse als Unterleibs-OP abgerechnet hatte. Schaden: 5900 Euro.
Die hübsche junge Frau war unglücklich - mit ihrem Busen. Da entschied sie sich vor über vier Jahren zu einer Schönheitsoperation. In der Klinik eines Chirurgen ließ sich Marja J. (Name geändert) Implantate einsetzen - zwei Wochen nach ihrer Hochzeit. J.: „An der linken Brust sollte eine Anomalie gerichtet werden.“
Doch Jahre nach der Brustvergrößerung klopfte plötzlich die Justiz an die Tür der Bonnerin. Der Grund: Der Chirurg aus dem Ruhrgebiet war wegen seiner Abrechnungspraxis ins Visier der Ermittler geraten - in einer Vielzahl von Fällen.
Auch bei Marja J. stimmte die Abrechnung nicht: Auf der Klinik-Rechnung tauchte die vereinbarte „kosmetische Brustvergrößerung“ nicht mehr auf - das hätte die Kasse nicht bezahlt. Stattdessen forderte der Arzt 4400 Euro für die Behandlung von Unterleibsschmerzen (EXPRESS berichtete). Außerdem 894 Euro für den Anästhesisten. J. reichte die Rechnung bei der Krankenkasse ein. Brav überwies die Kasse darüberhinaus auch noch 570 Euro Krankenhaustagegeld.
Marja J. vor Gericht: „Ich habe die Rechnung nicht gelesen, nur weitergeleitet. Da waren viele Zahlen drauf.“ Weil Gericht und Staatsanwaltschaft davon ausgingen, dass der Arzt den Betrug initiierte, kam die Bonnerin mit einer Geldbuße davon: 1400 Euro.
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