Empfehlen | Drucken | Kontakt03.11.2009 - 22:49 Uhr

Absage: Stadtwald für Asbeck nicht käuflich...

Von JAN GERULL
Frank Asbeck
Frank Asbeck
Foto: erhard paul
Bonn/Remagen –  

Frank Asbeck dreht den Remagener Politikern eine lange Nase: Der Rat der Stadt beschloss den Stadtwald zu behalten, den der Bonner kaufen wollte.

Asbeck ist’s jedoch egal: Er kaufte einfach ein gleich großes Waldstück von einem Privatmann.

Schloss Calmuth, die neue Residenz von Solarworld-Chef Frank Asbeck. Traumlage hoch überm Rhein, Thomas Gottschalk wohnt direkt nebenan.

Hier wollte Asbeck zuschlagen. Der herrliche Forst direkt am Schloss hatte es ihm angetan. „Ein Märchenwald soll entstehen, wo umgestürzte Bäume von Tieren zersetzt werden“, schwärmte er im Januar.

Bürgermeister Herbert Georgi (CDU) war erst für Verhandlungen mit dem Unternehmer. Dann änderte er seine Meinung. „Wir verkaufen unser Tafelsilber nicht, um damit Haushaltslöcher zu stopfen“, so der Stadtchef. Einstimmig folgte der Hauptausschuss dem Bürgermeister. Die „Goldgrube“, wie die Rheinstädter den 100 Hektar großen Buchenhain nennen, bleibt in städtischer Hand.

Ans Aufgeben dachte der Sonnenkönig nicht. Er schaute sich anderweitig um: „Ich habe von privat eine gleich große Waldfläche ganz in der Nähe erworben.“ Dort soll sein Märchenwald schon bald Realität werden.

Für die Entscheidung der Remagener Ratsherren bringt Asbeck kein Verständnis auf. „Ich hätte ihnen den Wald gepflegt, die Wege freigehalten.“ Trotz der Absage wird man ihn demnächst häufiger im Stadtwald sehen. Er hat ihn vor kurzem für die Jagd gepachtet.

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