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800.000-Euro-Fund: Jagd nach Mister X ist noch nicht vorbei

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EXPRESS-Reporter an einem der Geldfundorte.
EXPRESS-Reporter an einem der Geldfundorte.
 Foto: Paul
Bonn –  

250.000 Euro lagen unter einem Stein, 300.000 Euro steckten in einer Milchtüte, 250.000 Euro waren neben einem Weg deponiert: Der mysteriöse Steuersünder, der den Bonner EXPRESS auf Schnitzeljagd schickte – es war die Top-Story im Sommer 2010.

Insgesamt 800.000 Euro hatte der Unbekannte versteckt. Ein dicker Batzen. Doch was ist mit dem Geld passiert? Wurde der reuige Sünder inzwischen identifiziert?

Wahnsinn! 250.000 Euro aus einem der Geldverstecke, zu denen der Steuersünder den EXPRESS leitete.
Wahnsinn! 250.000 Euro aus einem der Geldverstecke, zu denen der Steuersünder den EXPRESS leitete.
 Foto: Paul

EXPRESS hakte bei der Staatsanwaltschaft nach. „Das Geld wurde kriminaltechnisch untersucht“, erklärt Oberstaatsanwalt Fred Apostel, „dann kam es auf ein Verwahrkonto des Finanzamtes.“

Auch die „Verpackungen“, in denen die insgesamt 800.000 Euro steckten, wurden auf Spuren wie Fingerabdrücke untersucht. Ohne Erfolg. Die Spur des Steuersünders blieb kalt.

Mit dieser Meldung bestätigte EXPRESS dem Steuersünder: Das Geld ist gefunden.
Mit dieser Meldung bestätigte EXPRESS dem Steuersünder: Das Geld ist gefunden.

Ganz offensichtlich hatte der Bonner Geschäftsmann (so viel gab er preis) alles daran gesetzt, um anonym zu bleiben. Auch von einer Selbstanzeige, durch die er ohne Strafe davonkäme, sah der Mann bis heute ab. Warum aber diese öffentliche Schatzjagd, statt die Steuerschuld direkt zu begleichen?

2010 flatterten jeweils drei anonyme Schreiben in die EXPRESS-Lokalredaktion und ins Finanzamt Bonn-Innenstadt. Absender: „Anonymus“. Er beschrieb den Weg zu Geldverstecken in Rheinnähe. Der Clou: Die Schatzkarten führten nur zum Ziel, wenn man die Informationen wie ein Puzzle zusammensetzte.

Der Bonner EXPRESS fand so satte 800.000 Euro. Nachdem eine CD mit Schweizer Daten von Steuerhinterziehern kursierte, wollte der Unbekannte offenbar damit sein Gewissen erleichtern.

Nur: Vater Staat hat sein Geld immer noch nicht. „Es bleibt auf dem Verwahrkonto, bis der Unbekannte identifiziert ist“, heißt es aus dem Finanzamt.

Die Bonner Schatzsuche

Teil 1: Schnitzeljagd nach 800.000 € in bar
Teil 2: 250.000 Euro lagen am Rheinufer
Teil 3: In dieser Milchtüte steckten 300.000 €
Teil 4: Wer ist der mysteriöse Bonner Steuersünder?

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