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500 Euro Schmerzensgeld: „Opera“-Chef in Pflanzkübel geschubst

Müslüm Balaban mit Anwältin Karin M. Herbert (55).

Müslüm Balaban mit Anwältin Karin M. Herbert (55).

Bonn -

Riesen-Knatsch um ein paar Pflanzen. Am 26. März 2010 kam es zwischen „Opera“-Chef Müslüm Balaban und einem Landschaftsgärtner, mit dem der Gastronom mal befreundet war, zum Zoff. Und am Ende saß Balaban verletzt in einer Kugel-Thuja…

Mit den Folgen des Knatsches musste sich Zivilrichterin Vera von Schnakenburg auseinandersetzen. Balaban (59) wollte knapp 5000 Euro von dem Gärtner einklagen.

1500 Euro Schmerzensgeld für Prellungen an der Brust, die er erlitten hatte, als ihn der Ex-Kumpel mit einem Schlag in den Pflanzkübel beförderte, und Schürfwunden durch die Äste. Dazu 3500 für beschädigte Pflanzen und Kübel.

Ein ärztliches Attest hatte bescheinigt, dass Balaban die Verletzungen an Brust, Armen und Unterschenkel erlitten hatte. Der Beklagte widersprach: „Eine Kugel-Thuja wächst rund, da landet man wie auf einem Federbett.“

Für die Körperverletzung hatte der hitzköpfige Gärtner bereits einen Strafbefehl über 5400 Euro kassiert. Er war am 26. März gegen 10 Uhr am „Opera“ aufgetaucht und wollte mit drei Mitarbeitern die zwei vor dem Restaurant aufgestellten Thuja-Kübel aufladen.

Wie er dazu kam, blieb auch im Prozess unklar. Balaban erzählte dem Gericht: „Er stand vor mir wie ein Boxer.“

Nach langer Diskussion um mögliche Vergleichsmodelle einigten sich die Streithähne schließlich darauf, die Sache gegen Zahlung von 500 Euro und Überlassung einer neuen Säulen-Thuja an Müslüm Balaban zu beenden.