Empfehlen | Drucken | Kontakt16.03.2010 - 10:54 Uhr

Mehr Sicherheit: 40 Schaffner für die SWB

Von JESSICA BACKHAUS
Die Bahnen der SWB sollen Schaffner bekommen.
Die Bahnen der SWB sollen Schaffner bekommen.
Foto: Erhard Paul
Bonn –  

Nicht nur die Deutsche Bahn setzt jetzt auf mehr Sicherheit. Auch die Stadtwerke Bonn (SWB) haben nun beschlossen, ihr Projekt „Sicherheit und Service“ weiter auszubauen. Im Klartext: Die Schaffner kommen! In den nächsten Monaten sollen 40 Servicekräfte eingestellt und geschult werden.

Ob beim Kauf einer Fahrkarte, bei Sicherheitsproblemen oder Beschwerden über Dreck in Bus und Bahn – hier sollen die 40 neuen Schaffner den SWB-Kunden künftig zur Seite stehen.

„Mit diesen Servicekräften werden wir die Präsenz in unserem Netz verstärken, vor allem in den Nachtbussen und auf den Linien, auf denen wir eine entsprechende Rückmeldung von Fahrgästen und Fahrern erhalten haben“, sagte SWB-Geschäftsführer Heinz Jürgen Reining. Etwa an der Strecke nach Medinghoven, wo es in letzter Zeit mehrfach zu Übergriffen kam.

Dieses Engagement stößt auf große Zustimmung. „Ich bin dem Unternehmen dankbar, dass es auf diese Weise zur Erhöhung von Sicherheit und Service beiträgt“, sagte OB Jürgen Nimptsch. „Wir haben jetzt eine doppelt gute Wirkung: Das Angebot für die Fahrgäste wird erweitert und 40 Menschen haben in den nächsten zwei Jahren einen Arbeitsplatz. Das ist der richtige Weg.“

Zustimmung auch von den Parteien: „Öffentlicher Nahverkehr muss zuverlässig, pünktlich und sicher sein“, so Werner Esser, verkehrspolitischer Sprecher der SPD.

Klartext von CDU-Fraktionschef Benedikt Hauser (CDU): „Es geht nicht an, dass Busfahrer während der Einsatzfahrt beraubt werden und die Sicherheit für die Fahrgäste auf manchen Strecken nicht mehr gegeben ist.“

Die 40 neuen Mitarbeiter werden in Kooperation mit der Bonner ARGE zunächst für zwei Jahre eingestellt. „Damit erleichtern wir auch Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt“, freut sich Esser, der auch Mitglied im SWB-Aufsichtsrat ist.

Die ersten zwölf so genannten „Ein-Euro-Jobber“ sollen möglichst bald geschult werden und dann in den Einsatz gehen.

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