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Empfehlen | Drucken | Kontakt 26.01.2013 - 12:17 Uhr

20.000 Euro Schaden: Brennenden Bademantel mit Fanta gelöscht

Von JESSICA BACKHAUS
Ein brennender Bademantel und die Folgen: Der Mann musste am Ende doch die Feuerwehr rufen.
Ein brennender Bademantel und die Folgen: Der Mann musste am Ende doch die Feuerwehr rufen.
Foto: AP (Symbolfoto)
Bonn –  

Eine Aufnahme in die Freiwillige Feuerwehr kann sich Bernd G. (53, Name geändert) abschminken. Der Beueler versuchte nicht nur, seinen brennenden Bademantel mit Fanta zu löschen.

Als das Feuer in der Couch weiter schwelte, wollte G. es aus dem Fenster werfen – und löste dabei eine üble Stichflamme aus.

Der Klassiker: Bernd G. sitzt am 8. März 2012 kurz nach Mitternacht im Bademantel in seinem Einzimmerapartment in der Oberen Wilhelmstraße im Sessel. Er sieht fern, raucht dabei gemütlich eine Zigarette.

Als der Mann einnickt, fällt der Glimmstängel in die Falten des Bademantels. Zum Glück wird G. wach, er löscht die Kokelei mit einer halben Flasche Limo, die neben dem Sessel steht. „Ich bin noch drauf rumgetrampelt und war sicher, es ist alles aus“, so der Arbeitslose jetzt vor Gericht. Beruhigt legt sich Bernd G. schlafen.

Nur wenig später wird er von dichtem Qualm geweckt. Der Bademantel, doch nicht vollständig gelöscht, hat das Sofa in Brand gesteckt. G. wuchtet das Sitzmöbel zum Fenster, will es aus der Wohnung werfen. Doch als er die Flügel öffnet, entsteht eine gewaltige Stichflamme. Richter Volker Huhn konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen: „Da war Silvester schon vorweggenommen.“

G. flieht aus der Wohnung, Nachbarn rufen die Feuerwehr. Die kann zwar einen Vollbrand verhindern, doch die Wohnung ist komplett verrußt, Putz an Wänden und Decke abgeplatzt. 20.000 Euro Schaden.

Jetzt musste sich G. wegen fahrlässiger Brandstiftung vor dem Schöffengericht verantworten. Hinzu kam noch der Diebstahl seines Lieblingsparfüms (Marco Polo für 63,95 Euro). Urteil: drei Monate Knast auf Bewährung. Richter Huhn ging davon aus, dass G. am Tatabend unter Medikamenteneinfluss stand, und sagte: „Er nahm an, alles Erforderliche getan zu haben, um den Brand zu verhindern.“

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