Bonn - Die Fähre als Startblock: Von dem schwankenden Untersatz stürzten sich am Sonntag 1.700 Athleten in den Rhein.
Vor ihnen lag der 19. Bonner Triathlon: 3,8 Kilometer schwimmen, 60 Kilometer radfahren, 15 Kilometer laufen. Alles bei schwülwarmen 25 Grad. Eine Hitzeschlacht, die sich 30.000 Fans (die meisten an der Oberkasseler Rohmühle) nicht entgehen ließen.
Nach 2 Stunden, 49 Minuten und 3 Sekunden riss Maik Twelsiek die Arme hoch und ließ sich feiern. Der Sieger genehmigte sich ein kühles Weizenbier - alkoholfrei, versteht sich. Anschließend gab’s ein Küsschen für Mama Martha.
Der Lemgoer schaffte das Double, gewann schon 2008 in Bonn. Er stieg 20 Sekunden nach Ironman-Sieger Faris Al-Sultan aus dem Rhein, doch nach 20 Kilometern überholte er diesen auf dem Rad im Siebengebirge.
Er nutzte die giftigen Anstiege mit mehr als 10 Prozent Steigung, um sich abzusetzen. Auf der Laufstrecke ließ er der Konkurrenz keine Chance. „Ein toller Wettkampf“, so der Champion. „Ich musste aber richtig kämpfen, weil ich auf mehr Verpflegungsstellen eingestellt war.“
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