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15-Jährige Selina wurde zur Heldin: Warum drohte zwei Häusern der Einsturz?

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Selina Berg (15): Durch ihre Reaktion verhinderte die Schülerin Schlimmeres.
Selina Berg (15): Durch ihre Reaktion verhinderte die Schülerin Schlimmeres.
Foto: Kuffner
Bonn –  

Die Risse im Treppenhaus fielen Selina Berg (15) sofort auf. „Ich dachte: Oh, Gott, was ist das denn?“, erzählt sie. Die Schülerin war gegen 21.30 Uhr gerade nach Hause gekommen. Die Risse, ganz frisch.

„Als ich in mein Zimmer ging, fing das auch da an. Es bröckelte und knackte“, so Selina. Putz fiel runter und in den Zimmerecken taten sich Risse auf, einen Zentimeter breit!

Einsturz-Alptraum im Florentiusgraben! Die 15-Jährige, die mit Mutter (44) und Bruder (13) in der Hausnummer 2 wohnt, rannte schnell zu einem Nachbarn. „Der meinte, das sei nicht so schlimm“, erzählt sie. Doch Selina erkannte den Ernst der Situation.

Die Nacht zu Mittwoch: Wehrmänner begutachten die eingerissene Fassade des Hauses „Florentiusgraben 4“. Dort zogen sich tiefe Risse entlang.
Die Nacht zu Mittwoch: Wehrmänner begutachten die eingerissene Fassade des Hauses „Florentiusgraben 4“. Dort zogen sich tiefe Risse entlang.
Foto: Paul

Sie alarmierte die Feuerwehr, ging dann von Tür zu Tür, um alle zu warnen. „Einige reagierten sauer“, so Selina fassungslos. Dann traf die Wehr ein, griff durch: Alle mussten raus – insgesamt wurden 15 Bewohner der Häuser „Florentiusgraben 2 und 4“ evakuiert.

Dank Selina! Denn um die späte Uhrzeit hatte kein anderer die tiefen Rissen in der Fassade von Haus Nummer 4 bemerkt. Wenn man davorsteht meint man, die äußere Fensterreihe werde jeden Moment wegbrechen! Im Treppenhaus von Nummer 2 geht ein Mega-Spalt senkrecht runter – fingerbreit!

Dieser Monster-Spalt zieht sich durch das Treppenhaus von Hausnummer 2.
Dieser Monster-Spalt zieht sich durch das Treppenhaus von Hausnummer 2.
Foto: Kuffner

„Ich habe nur Schulzeug eingepackt, meine Hasen »Daisy« und »Charly« geschnappt und bin mit meiner Mutter und meinem Bruder raus“, schildert Selina die dramatische Nacht. Die Polizei hatte den Florentiusgraben gesperrt, Bauordnungsamt und Statiker waren vor Ort.

Einsturzgefahr! Die Bewohner der Häuser durften zunächst nicht zurück. Am Mittwoch wurde zumindest Haus Nummer 2 wieder freigegeben. „Haus Nummer 4 wird Montag noch mal begutachtet“, so Dr. Michael Kleine-Hartlage, Vorstand der Vebowag.

Auslöser der Risse: Haus Nummer 4 war, um die Standfestigkeit zu erhöhen, mit Beton unterspritzt worden. Doch ein Teil rutschte auf sandigem Untergrund ab, zog dem Haus quasi den Boden unter dem Fundament weg.

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