Für einen guten Zweck rennt Heinz Jäckel aus Hennef meilenweit – und das im wahrsten Sinne des Wortes:
Vor einem Jahr lief der 62-Jährige von Italien bis zum Nordkap, um so Spenden für den Kinderschutzbund zu sammeln. Jetzt ist er per pedes von Hennef nach Polen unterwegs. 1040 Kilometer sind es vom Rhein-Sieg-Kreis bis in Hennefs polnische Partnerstadt Nowy Dwór Gdanski. Rund 430 davon hat Heinz Jäckel schon hinter sich gebracht. Weder falsche Wege, schlechtes Wetter noch Raubvogel-Attacken konnten Hennefs Marathon-Mann stoppen. Mit seinen zwei Mitläufern steht er nun kurz vor den Toren Berlins.
„Wir verlaufen uns täglich, aber das tut der Sache keinen Abbruch“, schmunzelt der Kilometerfresser. „Nachdem wir die ersten drei Tage von Kälte und Nässe begleitet wurden, kann man jetzt zum ersten Mal die Jacke ausziehen.“
Rund 50 bis 60 Kilometer legt Jäckel jeden Tag auf seiner Tour von Stadt zu Stadt zurück. Selbst Attacken aus der Luft musste er schon überstehen. „Am zweiten Tag wurde ich von einem Bussard verfolgt“, so der unermüdliche Läufer. Fünfmal stürzte sich das Tier im Sturzflug auf ihn. „Dann hat er zum Glück das Interesse verloren.“
Etwa 1.500 Euro hat Jäckel bisher auf seinem Freundschaftslauf in den Rathäusern der Orte, die er durchquerte, eingesammelt. „Die Begrüßung war überall sehr herzlich“, so der 62-Jährige. Die Spenden sollen je zur Hälfte dem Kinderschutzbund Hennef und zwei polnischen Schulen zugute kommen.
Mehr Infos und Blog zum Lauf unter: www.kinderschutzbund-hennef.de
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