Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.

„Pink Punk Pantheon“: „Sridharan – klingt wie ein neues VW-Modell“

PPP_SchwaderlappenLitzmannIMG_7689

Hoch die Tassen! Norbert Alich und Rainer Pause alias Hermann Schwaderlappen und Fritz Litzmann waren in Top-Form.

Foto:

Harald Kirsch

Bonn -

Ab in den Keller - und das zum letzten Mal:
Die 33. Ausgabe der Karnevalsrevue „Pink Punk Pantheon“ ist gleichzeitig ein Abschied im Untergrund des Bonn-Centers. Denn im nächsten Jahr zieht die Kleinkunstbühne nach langem Hin und Her in die Halle Beuel.
Deshalb machten sich Rainer Pause und Norbert Alich alias Fritz Litzmann und Hermann Schwaderlappen quasi selbst zum Thema. Die Präsidenten und Vorsitzenden des „Heimatvereins Rhenania“ erinnerten an Nike Wagner, die einen Umzug des Pantheon in die Beethovenhalle mit dem Hinweis verneint hatte, das würde eine Behinderung der klassischen Musik bedeuten.
Pauses Konter: Da in dem Musentempel weiterhin Kleintierzüchter-Kongresse stattfinden würden, könnte er ja Gerhard Polt zu einem satirischen Vortrag einladen. Thema: „Ratten und Schmeißfliegen in der Bonner Kultur“ – der Saal tobte! Nicht zum letzten Mal. Denn Pause und Alich waren in Hochform.
Nur drei Beispiele von vielen: „Im WCCB finden die Tagungen und Kongresse erst ab 13 Uhr statt, weil die Teilnehmer so lange brauchen, um von den Hotels in Rheinbach Brühl oder Meckenheim nach Bonn zu kommen. Man konnte ja nicht ahnen, dass das WCCB tatsächlich fertig wird...“

PPP_Veganeval_IMG_7500

Kein  Lied mit Wurst, Käse oder Eier: Die Hoppemötzjer der Roten Funken hatten mit einer von ihnen ein Problem.

Foto:

Harald Kirsch


„Wir haben jetzt einen OB, bei dessen Namen man nicht immer zwischen den Konsonanten nach einem Vokal suchen muss. »Sridharan« klingt nicht nur nach Integration, sondern auch wie der Name eines neuen VW-Modells.“
Gegen die Klimaerwärmung sei die aktuelle Flüchtlingswelle ein Klacks: „Wenn die Meeresspiegel steigen, haben wir bald 16 Millionen Holländer im Land. Menschen, die vom Essen nichts verstehen.“
Aber nicht nur die beiden Pointen-Senioren schossen einen Gag nach dem anderen ab. Auch das Ensemble setzte so manchen Glanzpunkt – wobei man deutlich die Handschrift der Regisseurin Molly Spitta spürte.
Da treten zum Beispiel Tänzerinnen der Roten Funken auf (Sia Korthaus, Beate Bohr, Gabi Busch und Maryam Yazdtschi), von denen eine Veganerin ist und sich weigert, „Viva Colonia“ zu singen - weil das von den „Höhnern“ ist . . .

PPP_Phobie_Sia_Hagen_IMG_7511

Sprechen Sie mir langsam nach: „A-u-s-l-ä-n-d-e-r“.

Foto:

Harald Kirsch

Krasseste Nummer: Der dicke Bernd (Hagen Range) leidet unter Ausländer-Phobie. Wenn er seinen polnischen Postboden sieht, steht er hinterm Fenster und bellt: „Raus! Raus! Raus!“ Bei Pegida kann er auch nicht mitgehen, weil er eine Demo-Phobie hat. Seine Therapeutin (Beate Bohr) moduliert mit ihm gemeinsam das Wort „A-u-s-l-ä-n-d-e-r“. Die Therapie scheint anzuschlagen. Doch als der kleine Murat (Tunc Denizer) erscheint, bellt Bernd wieder und beißt dem Türken fast ein Ohr ab.
Dazu FIFA-Skandal, eine herrliche Shakespeare-Parodie oder das Chaos um das neue Dienstleistungszentrum der Stadt: Die Pantheoniken liefern eine der besten Sitzungen der letzten Jahre ab!