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#nobogida: „Bogida“ eingekesselt, Demo beendet! Bonn kann auch „Arsch huh“

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W.HUEBNER-STAUF

Bonn -

Das war wohl nichts mit dem „Abendspaziergang“!

Über 2000 Bonner blockierten den Kaiserplatz, schwenken Fahnen und pfiffen gegen Rechts: Auch Bonn kann „Arsch huh“ und stellte sich quer!

Mitten drinnen, gesichert von Hunderten Polizisten, stehen die rund Hundert Bogida-Anhänger.

Schon vor Beginn der Bogida-Versammlung um 18.30 Uhr zeigten die Bonner eindrucksvoll, dass sie Nein sagen zu Fremdenhass und rechten Parolen. Immer mehr Teilnehmer strömten auf den Platz. Als die Bogida-Veranstaltung beginnt, sind kurz darauf alle Wege versperrt: Bogida ist eingekesselt.

Gegen 18.40 Uhr muss der Spaziergang abgesagt werden. Stattdessen findet nur eine Kundgebung statt, oft übertönt durch die Sprechchöre der Gegendemonstration.

Damit hat das Bündnis „Bonn stellt sich quer“ ihr Ziel erreicht! Lautstark hatten sie im Vorfeld gegen Bogida getrommelt, unterstützt durch die Kirchen, Gewerkschaften und vor allem linken Gruppierungen.

Politiker stehen hinter Gegenbewegung

Auch seitens der Politik war das Zeichen klar: Fast alle Bonner Parteien stehen zu einem bunten Bonn. „Wir sind gegen Intoleranz unabhängig davon, ob sie von Rechtsradikalen oder religiösen Extremisten ausgeht“, betont SPD-Chef Ernesto Harder. Der Bonner Rat verfasste eine Resolution. Nur die AfD Bonn unterstützt den Marsch.

Doch wer steckt hinter Bogida, dem Bonner Ableger des Bündnisses Patriotischer Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes? Angemeldet wurde die Demonstration von Melanie Dittmer (36).

Das Pro NRW-Landesvorstandsmitglied war auch bei der rechten Messe „Zwischentag“ in Bonn am 6. September dabei, soll in der rechten „Identitären Bewegung“ eine Rolle spielen. Sie mischte auch schon bei der Pegida-Demo in Düsseldorf mit.