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„Allahu Akbar“-Angriff: Messer weg, Täter schon wieder auf freiem Fuß

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Dr. Attila Tan (54) wurde in seiner Praxis mit einem Messer angegriffen.

Foto:

Schwaiger

Bonn/Troisdorf -

Der Mann (45) stürmte mit einem Messer in eine Arztpraxis, schrie „Allahu Akbar“: Die Attacke auf Dr. Attila Tan (54) schlägt weiter hohe Wellen. Zumal der mutmaßliche Angreifer wohl die Tatwaffe verschwinden ließ!

In der Troisdorfer Praxis von Dr. Tan hatte sich am Montag ein Horrorszenario abgespielt. Weil ein Patient (19) mit dem Fortgang seiner Behandlung nicht einverstanden war, hatte er seinen Vater angerufen. Daraufhin rückte der 45-jährige Bonner bewaffnet und mit einem weiteren Sohn (15) als Verstärkung an.

Wie der Arzt dem EXPRESS schilderte, soll der Vater ihn angebrüllt haben: „Entschuldige dich bei meinem Sohn, geh auf die Knie und küsse seine Hand!“ Zuvor soll er bereits gedroht haben, dass er Palästinenser sei und schon viele Juden abgestochen hätte. Beide Äußerungen wurden gegenüber der Polizei von zwei weiteren Zeugen bestätigt.

„Eine Wohnungsdurchsuchung nach der Tatwaffe verlief negativ“

Laut Tan hatte der Angreifer ein Rambomesser mit 30 Zentimeter langer Klinge bei sich. Wie er in seiner Nachvernehmung korrigieren musste, habe das die ganzen Zeit in einer Scheide gesteckt. Der Arzt befand sich aber in einer Extremsituation, als der 15-Jährige ihn von hinten runtergedrückt haben soll. Dr. Tan glaubte, dass er enthauptet werden sollte…

Gegen den Vater, seine Söhne und eine Freundin, die den 19-Jährigen zum Arzt begleitet hatte, wird jetzt wegen des Verdachts der Bedrohung und gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Alle sind auf freiem Fuß – und schweigen zu den Vorwürfen. Wie auch auf die Frage, was mit dem Messer passiert ist.

„Eine Wohnungsdurchsuchung nach der Tatwaffe verlief negativ“, erklärt Staatsanwalt Dr. Sebastian Buß.