Nicht nur das Hochwasser im Rhein haben die Bläck Fööss in einem Song verarbeitet, sondern mit „Einmol em Johr“ (1975) auch die Schadstoffe im Gewässer. „Damals hatte der Rhein Niedrigwasser“, erinnert sich Erry Stoklosa, „und am Rheinufer konnte man es kaum aushalten, so sehr hat das gestunken.“
„Der Rhein ist der Kochtopf der EG“, heißt es im Song, „die Schweiz tut Öl dabei, Frankreich Salz und bei uns wird das chemisch konserviert. In Holland wird das Süppchen dann als Trinkwasser probiert.“ Ein klarer Appell an Umweltsünder und die Politik, etwas an diesen Umständen zu ändern.
Die Musiker wurden für das Lied vom damaligen Bundesinnenminister Werner Maihofer (FDP) geehrt. „Liebe Bläck Fööss, was Sie mit einem einzigen Lied erreichen, schaffen hier ganze Abteilungen nicht“, sagte er bei einem Empfang in Bonn. „Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Erry Stoklosa zurückblickend.
Tatsächlich wurden 1977 Gesetze zur „R(h)einhaltung des Wassers geschaffen, neue Kläranlagen und Kanäle gebaut. Heute stinkt der Rhein nur noch selten, nämlich bei extremen Niedrigwasser und heißen Temperaturen.
So erträumte ich mein „Bickendorfer Büdche“
An dieser Stelle hätten wir Ihnen, liebe EXPRESS-Leser, gerne die Elisabeth aus dem „Bickendorfer Büdche“ (2006) vorgestellt. Leider gibt's die Dame gar nicht. Lisbeth erschien Fööss-Pianist Andreas Wegener im Traum.
Zum Abschied am Ende der Schulzeit
"Zesammestonn" von den Bläck Fööss: „Wir arbeiten viel mit Kindern und Jugendlichen an Schulen“, erzählt Biermann, „in diesem Zusammenhang entstand das Lied.“
Bob Dylan erlaubte diesen schwarzhumorigen Song
"Ein Leben nach dem Tod" von den Bläck Fööss: Das wirkliche Original („Death is not the End“) stammt von der amerikanischen Musik-Legende Bob Dylan.