Empfehlen | Drucken | Kontakt15.11.2011 - 16:03 Uhr

Wirtin in Gronau: "Hurra, ich werde volljährig!"

Sie hat ein Hätz för Pänz: An St. Martin ist Paskalina Mangiras Anlaufstelle für die Kinder. Das hat sich schon seit Generationen rumgesprochen, denn mittlerweile
ist Mangiras seit 18 Jahren Wirtin.
Sie hat ein Hätz för Pänz: An St. Martin ist Paskalina Mangiras Anlaufstelle für die Kinder. Das hat sich schon seit Generationen rumgesprochen, denn mittlerweile ist Mangiras seit 18 Jahren Wirtin.

Sie mag es schlicht und rustikal, ohne Schnickschnack im Lokal. Seit 18 Jahren ist Paskalina Mangiras (52) Wirtin des „Bützler“ in Gronau. „Hurra, ich werde volljährig“, jubelt die Gastronomin, als EXPRESS sie besucht.

Viele Themen wurden im Laufe der Jahre an der Theke diskutiert. „Da muss man ab und zu auch mal weghören“, lacht sie. Doch in letzter Zeit ist es der gebürtigen Griechin zu viel geworden mit den kessen Sprüchen. „Mir reicht’s! Was ich mir schon alles über die Griechen-Pleite anhören musste, ist nicht normal. Es nervt!“

Paskalina Mangiras vor ihrer Gaststätte in Gronau.
Paskalina Mangiras vor ihrer Gaststätte in Gronau.

Dabei hätten die Gäste eher Grund, sich über die gutbürgerliche Küche zu freuen. Schnitzel und ihren „Toast Bützler“ gibt es hier genauso wie griechische Küche mit Souflaki, Saganaki oder Bifteki. Für die Küche der Power-Wirtin kommen die Gäste von weit her. „Ich musste mir alles selber beibringen“, gibt sie zu.

Ihr Erfolgsrezept nach 18 Jahren Kneipenführung? „Ich trinke keinen Schluck. Und ich glaube, ich habe für alle immer ein offenes Ohr. Ich freue mich einfach, dass die Leute sich an der Theke oder auf der Kegelbahn wohlfühlen.“ Besonders die abendliche Knobelrunde hat es „ihren Jungs“ angetan. „Hier wird aber nicht um Geld gespielt. Es geht um Kölsch.“ Auch das muss sein.

Wenn die Herren der Schöpfung sich mal nicht einig werden, schreitet die unparteiische FC-Anhängerin Paskalina ein. „Da wird dann drauf gehört.“ Ob Paskalina noch weitere 18 Jahre weitermacht, weiß sie noch nicht so genau. „Mal sehen, was kommt. Aber darüber habe ich noch nicht nachgedacht.“ Sie würde gerne mehr Zeit für die Familie und für den Enkel haben. „Mein Leben ist aber die Kneipe, und so bleibt es erst einmal.“

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