Klein, kompakt, schnell: 55 Zentimeter hoch, 50 breit, 70 lang und 40 Kilo schwer – das sind die zugelassenen Maße für ein Profi- Renn-Bobbycar. „Aber der rote Körper und die Hupe müssen bleiben“, erklärt Bobbycar- Rennleiter Erich Buchholz (58) vom Automobil-Club „Bergischer Löwe“ (ACBL).
„Bobbycar-Rennen sind vor Jahren bei einer Vatertags-Bierlaune entstanden. Jetzt haben wir hier schon zum dritten Mal die Deutsche Meisterschaft veranstaltet“, so Buchholz.
Einer der Fahrer ist Markus Nawroth. Der Dachdecker rast mit seinem getunten Bobbycar mit knapp 75 Sachen die Berge Deutschlands runter. „Zum Glück ging das bislang immer gut aus. Einmal konnte ich nicht rechtzeitig bremsen, bin in die Strohballen gerast und habe mir den Fuß umgeknickt. Aber das war gar nicht so schlimm“, erzählt der 21-Jährige.
Ein getuntes Bobbycar kann locker 2000 Euro kosten und bis zu 93 km/h schnell werden. „Es gibt sogar Fahrer mit Tigerfellsitzen oder welche, die LED eingebaut haben“, erklärt Nawroth. Zurzeit arbeitet er mit seinen Jungs an zwei neuen Bobbycars für die nächste Meisterschaft. Dafür tauschen sie auch die normalen Plastikreifen gegen Rollstuhlreifen, die dann mit 12 bar aufgepumpt werden. „Natürlich haben wir auch noch extra Regenreifen, ganz ähnlich wie bei der Formel 1“, lacht Rennleiter Erich Buchholz.
Gebremst wird nur mit den Füßen. „Ich behalte meine Dachdeckerschuhe an, aber viele schnallen sich aufgeschnittene Autoreifen an die Füße, damit sie besser bremsen können“, erklärt Markus Nawroth und Rennleiter Buchholz hört ganz neidisch zu und lacht: „Ich würde auch so gerne mitfahren, aber ich habe schon zwei Hüftprothesen. Und meine Frau hat es mir ganz streng verboten…“
Noch mehr Infos zu den roten Rasern gibt es auf: www.acbl-bobbycar.de
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