Empfehlen | Drucken | Kontakt22.11.2010 - 15:57 Uhr

Bergisch Gladbacher Ikone: Die Doof Noss im Ruhestand

Im April zeichnete FK Boss Markus Ritterbach den Büttenredner mit dem Verdienstorden in Gold aus
Im April zeichnete FK Boss Markus Ritterbach den Büttenredner mit dem Verdienstorden in Gold aus

Hans Hachenberg (85) ist eine Bergisch Gladbacher Ikone, Ehrenbürger der Stadt. Als „Doof Noss“ begeisterte er sechs Jahrzehnte lang auf den Bühnen des Karnevals. Doch es ist ruhig geworden um den einstigen Superstar in der Bütt. 2010 ging er in den verdienten Ruhestand. „Man muss wissen, wann es genug ist“, sagt Hachenberg dem EXPRESS.

„Meine Ärzte rieten mir nach meinem leichten Schlaganfall, von der Bühne abzutreten, wenn ich noch ein paar Jahre leben will – und das habe ich vor.“ Seinen letzten Auftritt hatte er im Januar in der Kölner Philharmonie. „Besser kann man nicht abtreten“, so Hachenberg. Klar, dass trotzdem noch viele Anfragen kamen. „Die habe ich alle abgesagt.“ Jetzt will „Doof Noss“ den Ruhestand genießen und vereinzelt Veranstaltungen besuchen.

Hans Hachenberg (85) als „Doof Noss“
Hans Hachenberg (85) als „Doof Noss“

Die Proklamation des Dreigestirns im Gürzenich will er sich nicht entgehen lassen. Der Büttenredner wurde im April von Festkomitee-Boss Markus Ritterbach mit dem Verdienstorden in Gold ausgezeichnet. Hachenberg, die Legende. Jahrgang 1925 lernte er schon sehr früh, sich vor Publikum zu bewegen. Mutter und Oma nahmen ihn immer mit zum Gladbacher Mütterverein, ließen ihn dort Gedichte vortragen. „Doof Noss“ blieb sich auf der Bühne immer treu. Er ging nie unter die Gürtellinie. Seine Art: Gagsmit starrer Mine und genau berechneter Verzögerung.

Kostprobe gefällig? „Als ich heimkomme sagt die Mamm: »Verjeß nit, wir haben noch ´ne Party. Die ganze Nachbarschaft kommt. Du musst noch Brötchen holen.» Ich also zum Bäcker auf der Ecke. »Ich hätte gerne 99 Brötchen.» »Warum denn keine 100?“ »Ja, wer soll die denn all essen?»“

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