Schlottern den Leverkusenern etwa die Knie vor den großen Bayern? Zwei Punkte in Bochum verloren. Nur ein mageres 1:1. Zeigen die Jungs von Trainer Jupp Heynckes Nerven?
„Na klar schlottern mir die Knie“, ächzte Abwehrchef Manuel Friedrich süffisant, „schauen Sie, ich kann ja kaum mehr stehen.“ Dann marschierte er aufrecht in die Kabine.
Und Rudi Völler stellte mal richtig etwas klar: „Wir können doch nicht jedes Spiel gewinnen. Nächste Woche zeigen wir ein anderes Gesicht gegen Wolfsburg und geben richtig Gas.“
Schauen wir mal auf die positiven Dinge.
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Bayer blieb auch im 21. Spiel ungeschlagen. Sie stehen weiter an der Spitze. Aber von Woche zu Woche rücken die Bayern näher, sie gewinnen derzeit jedes Spiel und sind jetzt bereits punktgleich. Und es hätte nur wenig gefehlt und Bayer hätte auch seine Tabellenführung verloren.
In Minute 90 stürmte Stanislav Sestak auf das Bayer-Tor zu. Er hätte die Kugel an René Adler vorbeibugsieren können und wäre der Held eines 2:1-Sieges geworden. Aber er wartete, wurde abgedrängt und schoss hinters Tor. Dumm für Bochum. Etwas Glück gehabt, Bayer. Man mischt weiter munter mit im Titelkampf.
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Nur von einem Meistertitel wollte Völler nichts wissen. „Die Bayern gehören zu den vier besten Mannschaften Europas, sie haben lauter Weltklassespieler in ihren Reihen. Ist doch klar, dass die absoluter Favorit auf die Meisterschaft sind. Aber wir machen das hier bei Bayer auch ganz gut.“
Stimmte sogar. Auch in Bochum zeigte das Team seine Klasse. Eren Derdiyoks 1:0 trotz Schmerzen – klasse rausgespielt. Weil man aber das zweite Tor nicht nachlegte, dann in einen Konter lief, wurde es nichts mit dem Sieg.
„Das ist kein Drama“, sagte Nationalkeeper René Adler, „bei uns bricht keine Welt zusammen.“ Sah auch Heynckes so: „Bochum hat mit Leidenschaft und sehr guter Moral gespielt und sich den Punkt verdient.“
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