Empfehlen | Drucken | Kontakt14.03.2010 - 22:28 Uhr

HSV abgeschossen: Leverkusen rächt sich an Labbadia

Stefan Kießling traf doppelt gegen den HSV.
Stefan Kießling traf doppelt gegen den HSV.
Foto: AP
Leverkusen –  

Am Ende kannten Hohn und Spott auf Ex-Trainer Bruno Labbadia bei den Bayer-Fans keine Grenzen. „Siehst du, Bruno, so wird das gemacht“, war noch der harmloseste Fangesang nach dem 4:2 gegen den HSV. Bayer ist wieder da!

Im Spiel gegen den direkten Konkurrenten setzte die Werkself eine „Duftmarke“, wie es der verletzte Kapitän Simon Rolfes formulierte. Nach der Mini-Krise mit zuletzt nur zwei von möglichen neun Punkten zeigte sich Bayer wieder von seiner Schokoladenseite, bot vor allem nach der Pause ein mitreißendes Spiel auf höchstem Niveau, „vielleicht war die zweite Halbzeit sogar die beste von uns in dieser Saison“, befand Trainer Jupp Heynckes.

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Direkt neben Heynckes saß in der PK ein angeschlagen wirkender Labbadia. An seiner alten Wirkungsstätte, die er im Juni im Unfrieden verlassen hatte, war Labbadia nicht gerade nett empfangen worden.

Und das tadelte Heynckes: „Ich finde es respektlos, wie die Fans den Ex-Trainer empfangen haben. Das gehört sich einfach nicht!“

Labbadia war dagegen nach eigener Aussage eher vom Spiel seines klar unterlegenen Teams enttäuscht. Nur ein Fehler von Nationaltorwart René Adler zum 1:1 und ein Tor aus dem Nichts von Rozehnal zum 2:3 hielt den Gast noch in der Partie.

Ansonsten war Bayer klar besser. Angetrieben von einem überragenden Gonzalo Castro, einem mutig aufspielenden Tranquillo Barnetta, einem bisweilen genialen Renato Augusto und einem extrem laufstarken Doppel-Torschützen Stefan Kießling mit seinen Saisontreffern 15 und 16 dominierte Leverkusen deutlich.

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Dem HSV dagegen ging mit zunehmender Spielzeit die Luft aus, das Team agierte taktisch naiv – genauso wie Bayer in der Rückrunde der Vorsaison unter Labbadia eben gespielt hatte.

Bayer hat den HSV abgehängt, bleibt an Schalke und Bayern dran. Ist im Titelrennen mit Heimspielen gegen Bayern und Schalke noch mehr drin? Sportdirektor Rudi Völler glaubt nicht so recht dran: „Wir wollen uns nicht kleiner machen als wir sind. Doch am Ende hängt es von Bayern ab.“ Vielleicht täuscht sich Völler ja…

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