Empfehlen | Drucken | Kontakt17.03.2010 - 08:01 Uhr

250 Euro im Monat: Jupp Heynckes hat Rente schon eingereicht

Von IRMGARD STOFFELS
Jupp Heynckes sieht seinem 65. Geburtstag am 9. Mai fröhlich entgegen.
Jupp Heynckes sieht seinem 65. Geburtstag am 9. Mai fröhlich entgegen.
Foto: REUTERS
Leverkusen –  

Der Mann lässt sich nicht aus der Reserve locken, die Frage nach einer Vertragsverlängerung bei Bayer Leverkusen beantwortet Jupp Heynckes so souverän wie diplomatisch: „Lasst uns doch erst mal diese und die nächste Saison zu Ende spielen.“

Deutschlands aktuell ältester Bundesliga-Trainer (Vertrag bis 2011) war einer Einladung von Heribert Faßbender, Präsident des Verbandes Westdeutscher Sportjournalisten, zur Mitgliederversammlung gefolgt, am eigenen „Dienstsitz“ in der BayArena plauderte der 64-Jährige dann nicht nur über René Adlers Krise oder die besondere Seele südamerikanischer Spieler, sondern auch über die Vorteile seines aktuellen Lebensabschnittes.

„Altersmilde“ sei er inzwischen, „viel diplomatischer, unaufgeregter, aber auch offener, direkter“.
Ganz direkt nach seinem 65. Geburtstag am 9. Mai 2010 und dem damit verbundenen möglichen Einschnitt in sein Arbeitsleben gefragt, gab Heynckes lachend preis: „Ich hab' die Rente eingereicht, der Antrag läuft. Aber ich bekomme nur rund 250 Euro.“ Der gelernte Stukkateur hat in Angestelltenzeiten eigenen Angaben zufolge „nur den Grundbetrag“ eingezahlt, seine Frau habe „aber so viele Lebensversicherungen abgeschlossen“, dass das Thema Altersarmut für ihn schon allein deshalb keines sein dürfte.

Vielleicht ist auch der Altersweisheit geschuldet, wie er seine Profis zu Titelaspiranten geformt hat. „Man muss eine Atmosphäre schaffen, in der die Spieler atmen können“, sagt Heynckes. Er habe bei Bayer zum Beispiel „ein gemeinsames Frühstück eingeführt“, denn: „Es ist wichtig, dass der Mensch zufrieden zur Arbeit kommt.“

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