Dass es um den Teamgeist bei Bayer gut bestellt ist, zeigte sich - kaum beobachtet - bereits vor dem Anpfiff des Spitzenspiels gegen den HSV.
Auf den Aufwärmpullis der Bayer-Profis stand diesmal nicht der Schriftzug des Hauptsponsors, sondern die Spieler hatten sie auf Eigeninitiative (und nach Genehmigung durch die DFL neu mit zwei Sätzen beflocken lassen: „Wir sind alle Chilenen. Die Welt ist ein Volk.“
Eine schöne Aktion nach dem Erdbeben in Chile. Und Bayers Chilene Arturo Vidal freute sich auch riesig darüber.
Im Spiel selbst musste die Mannschaft vor allem René Adler nach dessen Patzer aufbauen. Und das tat sie.
Der Halbzeit-Schwur. Die Spieler gaben sich das Wort, auch für ihren derzeit schwächelnden Nationalkeeper den Sieg einzufahren. „Die Spieler haben gesagt: Wir werden das ausbügeln. Und das haben sie dann auch klasse gemacht. Die Spieler verstehen sich einfach, da ist Homogenität in der Mannschaft“, sagte Trainer Jupp Heynckes und war sich sicher: „René wird auch wieder für uns Spiele gewinnen.“
So wie am Ende, als Adler klasse rettete. Der Nationaltorhüter war denn auch voll des Lobes über die Kollegen: „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen: Das ist einfach eine geile Truppe!“ Eine, die mit diesem Teamgeist vielleicht noch den ganz großen Coup erreichen kann.
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