Pirmasens ist bekannt als die „Schuhstadt“. Und Bayer kickte „Die Klub“ am Samstag förmlich aus den Latschen!
Wie kleine Helden wurden die Bayer-Spieler nach dem Abpfiff von den einheimischen Nachwuchs-Fans gefeiert. Die Spieler der Gäste erfüllten geduldig alle Fanwünsche, die Pirmasenser Spieler wirkten dagegen bedient. Was für ein Ergebnis: Mit 11:1 gewann Bayer bei einem ambitionierten Oberligisten, der nach der Pause total einbrach.
Guter Härtetest zu Beginn. Hatte nach der Pause seine Ruhe
Solide, nach vorne gelang ihm aber nicht so viel.
Schwachpunkt vor der Pause. Dann nicht mehr gefordert.
Bügelte oft Friedrichs Fehler aus. Verletzt raus.
Ist immer sofort im Spiel.
Hat seinen Stammplatz hinten wohl sicher. Ein Tor vorbereitet.
Keine einfache Situation für ihn. Bleibt Reservist.
Später als Innenverteidiger. Noch von Bestform entfernt.
Freute sich wie ein kleines Kind über sein Elfer-Tor zum 9:1.
Endlich fit. Starkes Spiel – ein Tor, zwei Torvorlagen.
Brauchte, um ins Spiel zu kommen. Dann klasse am Ball.
Lange unsichtbar, dann schlug er drei Mal eiskalt zu.
Schönes Tor. Hat das Pech, dass Helmes so gut drauf ist.
Viel in Bewegung. Wurde mit zwei Toren belohnt.
Bayer erzielte gestern unglaubliche zehn Tore nach der Pause, davon alleine fünf in neun Minuten! In diesen 45 Minuten zeigte das Heynckes-Team Spielfreude, Können (Renato Augusto, Sidney Sam) und Kaltschnäuzigkeit (Patrick Helmes, Stefan Kießling) – sehr zur Freude der 1000 mitgereisten Fans.
All das hatte Bayer aber vor der Pause nicht gezeigt! „Über die ersten 35 Minuten wird noch zu reden sein“, so Trainer Jupp Heynckes. Seine Mannschaft ließ es da noch an der Einstellung vermissen. „In der ersten Halbzeit haben wir uns sehr schwer getan“, befand Sidney Sam, der im offensiven Mittelfeld gestern den Vorzug vor WM-Fahrer Tranquillo Barnetta erhielt, „der Trainer wird sich wohl was dabei gedacht haben. Ob das aber ein Vorteil für die nächsten Spiele ist, weiß ich nicht.“
Als der ständig rackernde Stefan Kießling in der 36. Minute die 1:0-Führung erzielte, war der Bann gebrochen. Und auch Sturmpartner Patrick Helmes, zuvor unsichtbar, tauchte plötzlich auf – und wie! Bis zu seiner Auswechslung (67.) traf er gleich drei Mal. Helmes – er trifft und trifft. In der Vorbereitung hatte er zwölf Tore erzielt, im Länderspiel gegen Dänemark traf er wieder und gestern natürlich auch.
So war es noch ein schöner Nachmittag für Bayer, der mal abgesehen von den ersten 35 Minuten nur einen Makel hatte: die Verletzung von Sami Hyypiä. Im Mannschaftsbus fuhr er schon gar nicht mehr mit.
Mit Bayer-Arzt Achim Münster machte sich Sami Hyypiä im Privatwagen auf dem schnellsten Weg zurück ins Rheinland. Von da ging es direkt ab in die Klinik in Merheim.
Bayer in Sorge um den Abwehr-Star! Der 36-Jährige verdrehte sich nach rund einer halben Stunde das Knie, ließ sich am Spielfeldrand behandeln, machte bis zur Pause weiter.
Danach kam der Finne nicht wieder auf den Platz. Jetzt heißt es Warten auf die Diagnose.
Die weiteren Ergebnisse:
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