Das Derby Bayer gegen ihren Ex-Klub FC - eigentlich sollte Samstag ein Festtag für Leverkusens Patrick Helmes und Lukas Sinkiewicz sein.
Ein Duell voller Emotionen, gegen (alte) Freunde - zusammen trugen beide 18 Jahre das FC-Trikot. Doch das Gegenteil ist der Fall: Das Duo schiebt Derby-Frust.
Die einfache Erklärung: Helmes und Sinkiewicz sind leicht verletzt und werden nicht mehr rechtzeitig fit. Die andere: Sie hätten ohnehin nicht von Anfang an gespielt.
„Natürlich ist es schade, derzeit nicht dabei zu sein. Andererseits spiele ich momentan 'eh nicht die große Rolle“, gesteht Ex-Nationalspieler Sinkiewicz ehrlich ein. Immer wieder machten dem 24-Jährigen zuletzt kleinere Verletzungen einen Strich durch die Rechnung.
Zudem spielten die Kollegen so gut, dass für den Verteidiger kein Platz ist. So kommt man nicht in Form. „Die Situation für mich ist unbefriedigend. Aber ich mache da dem Trainer keinen Vorwurf, er gibt mir ja am Ende immer noch ein paar Minuten. Doch irgendwann hängt einem nur Training zum Hals raus. Du willst spielen, kannst es aber nicht. Das macht einen als Fußballer leicht depressiv.“
Hängenlassen kann und will sich Sinke nicht: „Ich verdiene hier gutes Geld, das wäre unverschämt.“ Doch dann lässt der ehrgeizige Verteidiger im EXPRESS die Bombe platzen: Er will weg!
Seinen Vertrag bis 2011 wird der Ex-Kölner nicht erfüllen: „Ich denke, für beide Seiten wäre es einfach das Beste, wenn man sich im Sommer trennt.“
Und Helmes? Seinen Stammplatz hat er verloren. Seine WM-Chancen sinken von Woche zu Woche. Bundestrainer Joachim Löw sagt zwar: Wir wissen, was er kann.“ Aber: Irgendwann muss der Torjäger wieder stürmen. Ob er das noch lange in Leverkusen macht? Andere Klubs haben schon Interesse angemeldet. Zum Beispiel Liga-Konkurrent 1899 Hoffenheim und der SSC Neapel. Helmes-Berater Gerd von Bruch sagt dazu nur: „Kein Kommentar. Patrick soll warten, reinkommen und bomben.“
Darum muss Bayer 04 sparen
Sieben Spieler verließen Bayer 04. Mit Adler, Ballack, Derdiyok und Barnetta verschwinden sogar Top- beziehungsweise Gutverdiener. Dennoch muss der Klub sparen. Warum eigentlich?
Bayer-Umbruch ohne Stars
Weil die Bayer AG in Zukunft weniger zahlt, schrumpft der ohnehin kleine Kader der Leverkusener weiter und wird mit „hoch talentierten Nachwuchsspielern“ und „zwei, drei Verstärkungen“ aufgefüllt. Die Großverdiener sind bereits alle weg.
Angebot angelehnt: Tranquillo Barnetta sagt Bayer bye bye
Dienstag feierte Tranquillo Barnetta 27. Geburtstag. Es wird sein letzter als Profi von Bayer 04 sein. Die Werkself und der Schweizer Nationalspieler gehen in Zukunft getrennte Wege!