Leverkusen - Da war er wieder, der Rudi Rumms. Dieser Rudi Rumms ging nach dem überflüssigen 2:2 seiner Bayer-Elf in Mainz auf den Schiri los.
Dieser Rudi Rumms giftete in Richtung Deniz Aytekin, der „sein Bayer“ vor allem vor dem 2:2 verpfiffen habe (EXPRESS berichtete ›): „Ein Witz! Der Gipfel!“
Das Publikum hätte Aytekin beeinflusst. „Dann gibt es halt ein Foul, wenn die Zuschauer schreien. Dann können wir ohne Schiri spielen, dann pfeift der Platzwart.“
Rudi Rumms – darum rastet Sportdirektor Rudi Völler immer wieder aus.
Völlers Emotionalität. „Wenn ich mich ärgere, dann kommt so etwas bei mir nun einmal vor. Da bin ich dann emotional. Ich bewundere Leute, die solche Sachen einfach so ruhig hinnehmen können. Aber ich beleidige keine Personen. Nach dem Spiel in Mainz gab es gleich ein Shake-Hands mit dem Schiedsrichter.“
Völlers Gerechtigkeitsempfinden. „Wenn ich das Gefühl habe, einem widerfährt Ungerechtigkeit, dann muss das raus. Ungerechtigkeiten kann ich nicht ab.“
Völlers Ablenkungsmethode? Will er so (dürftige) Leistungen der Werkself zum Randthema machen? Bei solch einem Vorwurf reagiert der Sportdirektor ungehalten: „Quatsch! Von was soll ich ablenken? Wäre alles normal gelaufen, dann hätten wir in Mainz gewonnen.“
Vielmehr formuliert Völler eine Forderung: „Seit Jahren pfeifen die Schiedsrichter in Deutschland viel zu kleinlich. Das habe ich oft angesprochen, passiert ist aber nichts. International wird anders gepfiffen.“
Trainer Jupp Heynckes stimmte nicht in die Schiri-Schelte ein: „Das bringt uns nicht weiter.“ Und suchte lieber die Schuld bei seinem Team, das einen Vorsprung bei einem unerfahrenen, ersatzgeschwächten Aufsteiger nicht nach Hause brachte: „Wir haben es nicht verstanden, die spielerische Überlegenheit in noch mehr Tore umzumünzen.“
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