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Zoff um Spiel-Pause: Sportschau-Chef legt sich mit Völler an

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Bayers Sportchef will die kurze Pause nach Europacup-spielen nicht akzeptieren.
Bayers Sportchef will die kurze Pause nach Europacup-spielen nicht akzeptieren.
Foto: Bongarts/Getty Images
Leverkusen –  

Rudi Völler (52) hatte ein schönes Brett vorgelegt. Im Zoff um die kurze Pause nach dem Europacup-Spiel gegen Benfica Lissabon (43 Stunden) hatte er die DFL für die Terminansetzung scharf attackiert („Sie schadet den Klubs“) und dabei von den Spielern breite Unterstützung erhalten.

„Wir werden für unseren Erfolg bestraft“, sagte Simon Rolfes nach dem 2:1-Zitter-Quäl-Sieg gegen Augsburg. Und dann stellte Bayers Kapitän die einzig richtige Frage: „Warum können wir nicht Sonntag spielen? Das geht doch auch in anderen Ländern.“

Ja, warum eigentlich nicht?

In die Schusslinie sind neben der DFL die ARD und der Bezahlsender Sky geraten. So heißt es, die Sportschau sei strikt gegen ein viertes Sonntag-Spiel. Denn dann würde die Sportschau am Samstag nur noch über drei Partien berichten dürfen.

WDR-Sportchef Steffen Simon rät Sportchef Rudi Völler, die Verträge zu lesen.
WDR-Sportchef Steffen Simon rät Sportchef Rudi Völler, die Verträge zu lesen.
Foto: imago sportfotodienst

Das aber weist WDR-Sportchef Steffen Simon (47) weit von sich. „Rudi Völler reagiert sehr gerne emotional. Aber er kennt wohl nicht eigenen Verträge und die Aktenlage. Die ARD ist nicht der Spielverderber, sondern Sky. Wir hätten überhaupt kein Problem damit, wenn Sonntags vier Spiele stattfinden würden.“

DFL-Liga-Boss Andreas Rettig zeigt Verständnis für die Situation der Klubs. „Sportlich verstehe ich Rudi Völlers Argumentation“, sagte er dem EXPRESS, „aber die aktuelle Vertragssituation lässt uns wenig Spielraum.“

Eine Lösung gäbe es nur, wenn Sky oder die ARD und das ZDF den betroffenen Vereinen entgegen kommen würden. Und dann müssten auch die Amateurklubs den Profis entgegen kommen.

Im Grundlagenvertrag zwischen DFL und DFB ist zu deren Schutz von maximal drei Spielen am Sonntag die Rede.

Ist die Lösung des Problems etwa unlösbar?

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