Kommt jetzt Rudis Bart ab? Zwei Katastrophen-Fehler. Zwei Gegentreffer. 1:2 gegen den VfL Wolfsburg. Was für ein bitteres Pokal-Aus für Bayer Leverkusen.
„Wir sind traurig, das war völlig unnötig. Jetzt schleppen wir dieses Spiel mit in die Winterpause“, ärgerte sich Bayer-Torhüter Bernd Leno über ein Spiel, das Leverkusen 77 Minuten lang völlig im Griff hatte.
Sebastian Boenisch hatte mit einer abgefälschten Flanke (der Wolfsburger Abwehrspieler Fagner hatte den Ball ins eigene Netz gelenkt) den Bundesligazweiten in Führung gebracht. Doch die Wölfe reagierten zahnlos. Nichts deutete zu diesem Zeitpunkt auf eine Rückkehr der Hausherren an. Aber dann gab es plötzlich ein Desaster in der Abwehr von Bayer Leverkusen.
Erst spielte Daniel Carvajal den Ball – bedrängt von Wolfsburgs Olic – von der Grundlinie Richtuunf eigener Strafraumgrenze. Die Kugel landete beim Wolfsburger Christian Träsch, der das Ding zum Ausgleich ins Bayer-Tor hämmerte.
Und weil es so schaurig schön war, leistete sich Ömer Toprak in der letzten Spielminute auch noch einen unfassbaren Kopfball, den VfL-Torjäger Bas Dost zum vielumjubelten Sieg für die Gastgeber verwertete.
Dennoch: Trotz der „bitteren Pleite“ (Bayer-Trainer Lewandowski) ist man stolz im Leverkusener Lager. „Wenn ich heute aufwache, bin ich trotz des Ausscheidens im DFB-Pokal sehr zufrieden. Wir haben eine Bombenrunde in der Bundesliga gespielt und sind im Europapokal weiter. Das kann sich sehen lassen,“ sagte Sportchef Völler. Eine Frage hätten wir aber noch. Kommt jetzt der Bart ab? Völler lächelt: „Mal sehen, vielleicht ist es ja jetzt soweit.“
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