Michael Ballack bemühte sich erst gar nicht darum, dass Missverständnisse aufkommen könnten. Als sich der Star auf die Ersatzbank setzte, quetschte er sich auf den vorletzten Platz. Schön weit weg von Trainer Robin Dutt.
Die Schlammschlacht zwischen dem 98-fachen Nationalspieler und Bayer tobt munter weiter. Und nimmt immer skurrilere Formen an. Nach unseren Informationen hatte Dutt Ballack freigestellt, die Dienstfahrt nach Bremen anzutreten. Der 35-Jährige schlug das Angebot, zu Hause zu bleiben, allerdings aus.
Währenddessen erneuerte Klubchef Wolfgang Holzhäuser („Das Projekt Ballack ist nicht aufgegangen“) noch einmal seine zuvor im Kölner EXPRESS gemachte Kritik an dem Millionen-Star. „Ja, ich bin persönlich enttäuscht“, sagte er. Ballack hatte ein Dutt-Jubelinterview verweigert, nachdem er erfuhr, dass er nicht in der Stammelf stehen würde. Eine Versöhnung wird es nicht geben. Die Fronten sind verhärtet.
Ballack sieht sich als Sündenbock einer bislang verkorksten Saison und ließ das über seinen Berater Dr. Michael Becker auch ausrichten.
Dabei verdichtet sich der Verdacht, dass Bayers Klubführung den Frontalangriff gegen den Superstar auf Druck von oben ausführt. Schließlich ist Ex-Konzernlenker Werner Wenning Chef des Gesellschafterausschusses. Wenning war es auch, der in den Turbulenzen um Bayers Ex-Trainer Bruno Labbadia eine Entlassung strikt ablehnte. Das, so hört man, sei diesmal auch der Fall. Statt Dutt, den die Bayer-Verantwortlichen zwei Jahre lang scouteten, soll die Mannschaft bluten. Und da macht man auch nicht halt vor einem Namen wie Ballack.
Sportchef Rudi Völler ging Samstag – angeblich wegen einer Erkältung – im Stadion auf Tauchstation. Und die Affäre sorgt innerhalb der Mannschaft nur noch für Kopfschütteln. Als der Name Ballack fiel und die Frage, wie das die Mannschaft belaste, spottete Manuel Friedrich: „Ich konnte die letzten drei Tage nicht schlafen. Und ich bin froh darüber, dass ich heute überhaupt 90 Minuten lang durchhalten konnte.“
Das Schönste für Bayer wäre es, wenn Ballack bereits in den nächsten Tagen seinen Abgang bekannt geben würde. Denn wenn ein Interessent sich melden würde, so Holzhäuser, „würde man natürlich darüber reden“. Dazu wird es aber wohl nicht kommen. Ballack wird seinen Vertrag brav absitzen, kündigte Becker an.
So wird keine Ruhe einkehren, auch, wenn Trainer Dutt sagt: „Michael wird noch einige gute Spiele für uns machen“.
Bayer schenkt Hyypiä und Lewandowski das Vertrauen
„Dass Bayer 04 uns nun die Chance gibt, den gemeinsamen Weg fortzusetzen, ist ein großer Vertrauensbeweis“, sagte Hyypiä. Bayer stattete das Duo mit einem Dreijahresvertrag bis 2015 aus.
Bayer siegt 15:0 auf Norderney
Bayer 04 Leverkusen gewann auf der Nordsee-Insel Norderney ein Testspiel gegen den Kreisligisten TuS Norderney 15:0.
Sami Hyypiä soll Trainer bleiben!
Bereits in dieser Woche kann alles eingetütet werden, dann heißt alte und neue Trainer bei Bayer Leverkusen Sami Hyypiä. Vor allem Rudi Völler sprach sich jetzt für das finnische Fußballidol aus.