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Völler attackiert Liga: „DFL schadet den Euro-Clubs“

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Bayer-Sportchef Rudi Völler ist sauer. Vor allem auf die DFL und deren Terminansetzung.
Bayer-Sportchef Rudi Völler ist sauer. Vor allem auf die DFL und deren Terminansetzung.
 Foto: Bongarts/Getty Images
Leverkusen –  

Hat sich Bayer verzockt? Hat das Trainerduo Lewandowski /Hyypiä bei der 0:1-Pleite gegen Lissabon den Euro K.o. mit Rücksicht auf die Bundesliga billigend in Kauf genommen?

„Das ist doch alles Käse“, schnaubte Klubchef Wolfgang Holzhäuser am Freitag, „wir haben ein Jahr darauf hingearbeitet, im Europacup dabei zu sein. Wir nehmen den Wettbewerb todernst. Aber uns sind angesichts der vielen Spiele in kürzester Zeit die Hände gebunden.“

Gerade einmal 43 Stunden Zeit hatten die Bayer-Profis, um sich auf das Ligaspiel am Samstag gegen Augsburg vorzubereiten. Eine Situation, die Rudi Völler nicht mehr hinnehmen will. Und so attackiert er die Deutsche Fußball-Liga.

„Die DFL schadet den Klubs“, sagt Bayers Sportchef und betont dabei, dass das nichts mit der Niederlage gegen Lissabon zu tun habe. „Ich sage es grundsätzlich: Die DFL ist der einzige Verband in Europa, der es nicht hinbekommt, seine Klubs zu schützen. Was spricht denn dagegen, dass statt drei vier Spiele am Sonntag stattfinden? Wir hätten einen Tag mehr Zeit gehabt, uns auf Augsburg vorzubereiten.“

Bayer im Würgegriff der TV-Anstalten. Sie wurden gegen Lissabon zur Rotation genötigt. „Das Risiko, mit angeschlagenen Spielern anzutreten, ist einfach zu groß“, sagt Holzhäuser. Völler will solche Zustände in Zukunft nicht mehr hinnehmen. „Das ist ungerecht. Wir werden für unseren Erfolg von der DFL bestraft. Das tut den Klubs weh, das schadet dem Fußball.“

Völler setzt jetzt große Hoffnungen in Andreas Rettig. Trotz bindender Fernsehverträge hofft Bayers Sportchef, dass der neue DFL-Geschäftsführer die TV-Anstalten zum Einlenken bringt. „Er hat selber lange Zeit Fußball gespielt und weiß, dass dieser Zustand unhaltbar ist.“

Gegen Augsburg wird wieder die beste Bayer-Elf auflaufen. Denn nach vier sieglosen Ligaspielen geht es gegen die Schwaben um die Sicherung des Champions-League-Platzes. Und sollte der Dreier eingefahren werden, soll in Lissabon ein kleines Bayer-Wunder folgen. „Wir kommen weiter. Da bin ich mir sicher“, prophezeit Holzhäuser.

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„Der Co-Trainer ist ja Wahnsinn. Er hat die ganze Zeit provoziert und das habe ich mir nicht gefallen lassen und ihm gesagt, dass er sich hinsetzen soll“, so Leverkusens Coach Roger Schmidt.

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