Empfehlen | Drucken | Kontakt20.07.2009 - 00:00 Uhr

Selbstbewusster Verteidiger: Reinartz bei Jupp schon erste Wahl

Kämpfte sich bei Heynckes durch: Bayer-Rückkehrer Stefan Reinartz
Kämpfte sich bei Heynckes durch: Bayer-Rückkehrer Stefan Reinartz
Foto: dpa

Winden - Das Lob kommt aus dem Mund des Weltmeisters. „Es war vielleicht die wichtigste Entscheidung überhaupt, den Stefan zu uns zurückzuholen“, sagt Rudi Völler über Bayer-Verteidiger Stefan Reinartz. Das schmeichelt dem 20-Jährigen, der in der Rückrunde an Nürnberg ausgeliehen war und maßgeblich zum Aufstieg des Clubs beigetragen hatte.

Nur wenige Tage nach seiner Rückkehr nach Leverkusen hat Reinartz sofort einen hohen Stellenwert. Und der wird noch gesteigert, da Kapitän Simon Rolfes nach seiner Meniskus-OP noch nicht fit ist. Reinartz ist derzeit auf der 6er-Position bei Trainer Jupp Heynckes erste Wahl. „Ich traue mir das auch zu. Natürlich trifft der Trainer die letzte Entscheidung. Aber mein Ziel ist es, Stammspieler zu werden“, gibt er sich selbstbewusst.

Zu Recht, wie Wolfgang Holzhäuser meint. „Er macht einen sehr guten Eindruck“, so der Bayer-Boss, der wegen des 20-Jährigen sogar auf Konfrontations-Kurs mit dem DFB geht. Ende September beginnt die U20-WM in Ägypten - und Reinartz sowie Toni Kroos und Richard Sukuta-Pasu werden wohl zum Kader zählen. „Wenn Stefan Stammspieler bei uns ist, sind wir nicht bereit, ihn für die WM abzustellen. Das gilt auch für Kroos. Die U20-WM steht nicht im offiziellen FIFA-Kalender. Wir sehen es nicht ein, Spieler wie Reinartz vier, fünf Wochen zu entbehren. Das Turnier findet zu einem unmöglichen Zeitpunkt statt“, wettert Holzhäuser.

Reinartz beschäftigt sich mit diesem Thema (noch) nicht. Er hat noch keine Wohnung. Die neue will er in Köln beziehen. „In Deutz oder im Belgischen Viertel“. Überhaupt hat Reinartz eine Beziehung nach Köln. „Mit FC-Spielern war ich im Urlaub auf Mallorca.“ Nur das FC-Trikot irgendwann zu tragen, das geht dann doch eher nicht: „Dafür wird dir im Jugendbereich immer wieder eingetrichtert, dass man den anderen Verein einfach nicht mögen darf.“

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