Der HSV ist traurig, fast schockiert - aber Bayer jubelt! Leverkusen schnappt sich Levin Öztunali (16). Levin wer? Öztunali gilt als eines der größten deutschen Mittelfeld-Talente - und ist „nebenbei“ der Enkel von Klub-Idol Uwe Seeler (76). Ehrenspielführer der Nationalmannschaft. Die HSV-Ikone schlechthin.
Doch der U17-Nationalspieler will nicht weiter für den Klub seines Opas spielen, bindet sich ab Sommer für fünf Jahre an Bayer!
Dabei hatte die halbe Bundesliga samt Bayern und Dortmund sowie mit Manchester United, Chelsea, Arsenal und Liverpool die Crème de la Crème der englischen Premier League den Rohdiamanten gejagt. Doch den Zuschlag bekam Bayer. Wie machen die das bloß?
„Bei Bayer 04 Leverkusen haben schon viele junge deutsche Spieler ihre Karriere gestartet. Ich habe ein sehr gutes Gefühl bei meiner Entscheidung“, begründet Öztunali seine Wahl.
Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser (63) sieht den geglückten Transfer als weitere Bestätigung des Bayer-Kurses: „Wir haben uns gegen starke Konkurrenz durchgesetzt. Er sieht bei uns die realistische Chance, sich auf hohem Niveau beweisen zu können.“
Und Sportdirektor Rudi Völler (52) glaubt sogar, dass Öztunali sich „in naher Zukunft ein prägendes Gesicht der Bayer-Mannschaft werden kann.“
Darauf hatten sie eigentlich beim HSV gehofft - doch „Uns Özi“, wie er in Hamburg in Anlehnung an Opa Uwe schon genannt wurde, entschied sich gegen die Raute und für das Bayer-Kreuz.
Bayer geht die Transfer-Flatter
Der Wechsel von Wunsch-Verteidiger Sokratis nach Dortmund war für die Bosse ein Schlag ins Kontor. Nun droht auch der de-Bruyne-Deal zu platzen.
Bayer jubelt preiswert und ist sympathisch
Der Klub schneidet bei der Bundesliga-Untersuchung hervorragend ab. Vor allem die Fans kommen auf ihre Kosten.
Völler poltert: „Dortmund ist scheinheilig“
„Sokratis hatte bei uns schon zugesagt, wir waren mit Werder sehr weit. Genau das wusste der BVB auch. Doch die Borussia hat jetzt einen großen Tresor, und den haben sie aufgemacht“, erklärt Völler.