Leverkusen - Diese Sommerpause ist gar keine Sommerpause. In der Liga geht es ja fast turbulenter zu als mitten in der Spielzeit. Jetzt sorgt Bayer Leverkusen für den nächsten Hammer! Jupp Heynckes wird neuer Trainer. 64 Jahre alt, ein echter Trainer-Dino für die junge Truppe.
Sein Vorgänger Bruno Labbadia geht derweil zum Hamburger SV. Heynckes hat sich per Handschlag auf einen Vertrag bis 2011 geeinigt. Irre. Vor wenigen Wochen war er noch total raus aus dem Geschäft, galt nach seinen Auftritten bei Schalke (2004) und Mönchengladbach) als alterndes Auslaufmodell. Bis die Bayern ihn wieder ausgruben und Heynckes die Münchner in den letzten fünf Spielen noch in die Champions League führte. Da hat er Blut geleckt, von Rente ist nicht mehr die Rede. Heynckes: „Ich habe mich sehr über das Interesse von Bayer 04 gefreut. Während meines kurzen Gastspiels in München habe ich gemerkt, dass es noch in mir brennt. Ich kenne die meisten Spieler gut und die Herausforderung, diese junge und sehr talentierte Mannschaft wieder ins internationale Geschäft zurückzuführen, reizt mich sehr.“
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Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser ist überzeugt, „dass gerade unsere junge Mannschaft von seiner Erfahrung und seiner natürlichen Autorität profitieren wird“. Das glaubt auch Kapitän Simon Rolfes: „Schön, dass jetzt Klarheit herrscht. Heynckes kann uns weiterhelfen.“
Kollege Michal Kadlec war beim Namen Heynckes verdutzt: „Das ist aber ein Ding! Aber er hat etliche Titel mit großen Mannschaften gewonnen und ist offenbar noch richtig heiß.“
Bayer hatte erst am Vortag den Kontakt zu Heynckes aufgenommen, nachdem Labbadia seinen Wunsch um Auflösung des Vertrages verkündet hatte. „Nach dieser Entscheidung war Heynckes für uns erste Wahl, zumal wir uns schon in den vergangenen Jahren immer wieder mit diesem Thema befasst hatten. Wir sind sehr glücklich, dass dieser erfolgreiche und international hoch angesehene Trainer sich spontan für unser Angebot entschieden hat“, sagt Holzhäuser.
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