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Mensch, Bayer!: Leverkusen steht sich selbst im Weg

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Schürrle kann’s nicht fassen, dass Bayer noch das 3:3 fing.
Schürrle kann’s nicht fassen, dass Bayer noch das 3:3 fing.
Foto: dpa
Leverkusen –  

„Ein toller Fußball von Leverkusen. Unglaublich, dass wir 1:0 führen“, meinte ein bekennender Gladbach-Fan zur Halbzeit des Duells zwischen seiner Borussia und Bayer.

Er freute sich zwar, traute aber dem Braten nicht: „Bayer ist immer in der Lage, ein Tor zu machen.“

Leverkusen machte nach dem Wechsel sogar noch drei Treffer – doch auch die sollten erneut nicht zum Sieg reichen. Mensch, Bayer! Wieder toll gespielt, aber wieder (fast) nichts geholt.

Bereits im Spitzenspiel gegen Dortmund hörten die Leverkusener zig Komplimente für ihre attraktive Spielweise. Doch nach einem mitreißenden Spiel holte der Meister die Punkte (3:2). In Gladbach nun reichte es trotz großer Überlegenheit auch nur zu einem Remis, dass Bayer-Schreck Patrick Herrmann mit seinem späten Treffer besiegelte.

Die Werkself feuerte in beiden Duellen gegen Borussia insgesamt 54 Torschüsse (zu 16!) ab, holte aber nur zwei Unentschieden. Und so war der Frust groß im Leverkusener Lager, die Platz zwei von Dortmund wieder locker hätten übernehmen können.

Angreifer André Schürrle (22): „Es ist bitter, wenn man sieht, welchen Aufwand wir betreiben, aber nur einen Punkt holen. Das Spiel darf niemals 3:3 ausgehen.“ Es gibt aber Gründe, warum Bayer nicht das Optimum herausholt. Nach der 75. Spielminute fing sich Bayer schon sieben Gegentore. Alle drei Gegentore erzielte Gladbach übrigens per Kopf! Vor allem die junge Abwehr ist nicht immer gefestigt.

Bayer liegt in der Chancenverwertung ligaweit nur auf Platz acht (16,3 Prozent der Chancen verwertet). Allein die fünf Spieler Kießling, Schürrle, Castro, Bender und Rolfes gaben insgesamt 219 Torschüsse ab, erzielten aber nur 28 Tore. Neben Hoffenheim stellte Bayer das jüngste Startelf-Team der Liga (23,18 bis 24 Jahre) – und zollte dieser Unerfahrenheit manchmal Tribut.

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